Die reichen Russen mischen die Europa League auf und setzen den Traditionsklubs erheblich zu.

Anschi Machatschkala, Zenit St. Petersburg und Rubin Kasan - gleich drei finanzkräftige Vereine aus der Premjer Liga zogen ins Achtelfinale ein, Hannover 96, den FC Liverpool und Titelverteidiger Atletico Madrid blieben auf der Strecke.

"Das ist gut für unser Image und sagt etwas über die Stärke der oft unterschätzten russischen Liga aus", sagte Machatschkala-Coach Guus Hiddink: "Aber wir müssen weiter Schritt für Schritt gehen." Der Niederländer hält den Titelgewinn für möglich. "Wir haben eine Siegermentalität", sagte Hiddink.

Alle drei Klubs rüsten im großen Stil mit Superstars auf. Zenit verpflichtete den Brasilianer Hulk vor der Saison in einem spektakulären Coup zusammen mit dem belgischen Mittelfeldspieler Axel Witsel für rund 100 Millionen Euro.

Machatschkala gönnte sich in der Winterpause Spielmacher Willian für 35 Millionen Euro von Schachtjor Donezk und zahlt seinem Superstar Samuel Eto'o rund 20 Millionen Euro pro Jahr.

Bei Rubin Kasan spielen unter anderem der französische Nationalspieler Yann M'Vila und der argentinische Internationale Cristian Ansaldi.

Seit der Vergabe der WM 2018 an Russland ist der dortige Klubfußball bemüht, sein Image aufzupolieren.

Doch der Zuschauerzuspruch hält sich weiter in Grenzen: gerade einmal 11.985 Zuschauer sehen die Premjer-Liga-Begegnungen im Schnitt. Das Duell zwischen Anschi und Hannover wollten in Moskau lediglich 7.000 Fans sehen.

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