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Sevilla gewinnt im Shootout die Europa League, Keeper Beto wird zum Helden. Lissabon kann den Finalfluch wieder nicht brechen.

Turin - Der FC Sevilla hat mit den beiden Ex-Nationalspielern Marko Marin und Piotr Trochowski die Europa League gewonnen und bei Finalgegner Benfica Lissabon gleichzeitig den Guttmann-Fluch bestätigt.

Die Andalusier setzten sich im Endspiel in Turin nach torlosen 120 Minuten 4:2 im Elfmeterschießen gegen die Portugiesen durch, Keeper Beto hielt zwei Strafstöße. 2006 und 2007 hatte Sevilla bereits den Vorgänger-Wettbewerb UEFA-Cup gewonnen.

Der ehemalige Schalker Ivan Rakitic reckte als Kapitän des FC Sevilla um 23.50 Uhr den Pokal in den Turiner Nachthimmel. Zuvor hatte er die Trophäe aus den Händen von UEFA-Präsident Michel Platini in Empfang genommen.

Wermutstropfen für Marin

Marin wurde dabei nach 78 Minuten eingewechselt und schaffte die erfolgreiche Titelverteidigung. Im vergangenen Jahr hatte der frühere Bremer mit Chelsea gewonnen, war dabei aber nicht zum Einsatz gekommen.

In Turin wurde der Mittelfeldspieler von Trainer Unai Emery allerdings nach nur 26 Minuten Einsatzzeit wieder herausgenommen. "Die alte Verletzung ist leider wieder aufgebrochen", sagte Marin nach der Partie bei "Kabel1".

Trochowski saß die komplette Spielzeit auf der Bank.

Jerome Boateng gratuliert dem FC Sevilla

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Guttmann-Fluch geht weiter

Bela Guttmann, Trainer bei den beiden Siegen im Europapokal der Landesmeister 1961 und 1962, hatte bei seinem Abschied im Streit prophezeit, Benfica würde in den "nächsten 100 Jahren keinen Europapokal mehr gewinnen".

Seit dem hat der Klub aus Lissabon acht europäische Endspiele in Folge verloren, darunter fünf Landesmeister-Finals (1963, 1965, 1968, 1988, 1990) und die Vorjahresauflage der Europa League gegen den FC Chelsea.

Benfica hat immerhin noch die Chance, sich mit dem Triple zu trösten. Nach der Meisterschaft und dem Sieg im Ligacup können sich die Adler im Endspiel des Pokals gegen Rio Ave am Samstag den drittel Titel der Saison sichern.

Garay mit der ersten Chance

Die erste Gelegenheit gehörte vor 33.120 Zuschauern den Portugiesen: Sevillas Keeper Beto ließ einen Freistoß abprallen, der etwas überraschte Ezequiel Garay nutzte das Geschenk allerdings nicht (14.).

Erst kurz vor der Pause stieg das Tempo: Sevillas Carlos Bacca scheiterte bei einem Konter (39.), auf der Gegenseite verpassten Maxi Pereira und Rodrigo in kurzer Folge die Führung für Lissabon.

Harte Partie

Ansonsten war das Spiel in der Anfangsphase von viel Hektik und vor allem Härte geprägt.

Der starke deutsche Schiedsrichter Felix Brych (München) hatte in seinem ersten Europacup-Finale gut zu tun und verteilte alleine in den ersten 30 Minuten drei Gelbe Karten. (DATENCENTER: Europa League).

Benficas Miralem Sulejmani musste nach zwei harten Fouls bereits nach 25 Minuten ausgewechselt werden.

Chancen im Minutentakt

Auch nach dem Seitenwechsel hatten die Portugiesen die besseren Gelegenheiten. Lima und erneut Rodrigo konnten den immer stärker werdenden Beto im Tor der Andalusier innerhalb weniger Sekunden nicht überwinden (49.).

Es war der Startschuss für ein deutlich besseres und turbulenteres Spiel. Plötzlich erspielten sich die Teams im Minutentakt gute Chancen, vergaben sie aber auch reihenweise.

Beot wird zum Held

Auch in der Verlängerung drängten beide Mannschaften auf die Entscheidung.

Bacca vergab nach einem sehenswerten Pass des Ex-Schalkers Ivan Rakitic frei vor Oblak die beste Gelegenheit (101. ). Im Elfmeterschießen parierte Beto die Versuche von Oscar Cardozo und Rodrigo.

Beste Spieler bei Benfica war Abwehrchef Luisao. Bei Sevilla überzeugten Stephane Mbia, Ivan Rakitic und Elfmeter-Held Beto.

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