Bruno Labbadia (l., mit Bobic) ist seit Dezember 2010 Trainer in Stuttgart © imago

Ibisevic schießt für Stuttgart gegen Plowdiw das wichtige Auswärtstor, doch ein alter Bekannter kostet den VfB den Sieg.

Burgas - Die großen Ambitionen des VfB Stuttgart haben gleich im ersten Pflichtspiel einen kleinen Dämpfer erlitten.

Im Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde zur Europa League kamen die Schwaben bei Botew Plowdiw nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus und offenbarten erneut große Probleme in der Offensive.

Die schmeichelhafte Führung durch Vedad Ibisevic (67.) egalisierte Valeri Domochiyvski (73.).(DATENCENTER: Europa League Qualifikation)

Mit dem Ergebnis hat sich die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia trotzdem eine ordentliche Ausgangsposition für das Rückspiel am 8. August geschaffen - allerdings muss sich der VfB im Heimspiel gegen den Außenseiter aus Bulgarien steigern, um den Einzug in die Play Offs zu schaffen.

Labbadia zufrieden

"Der Gegentreffer war natürlich ein Wermutstropfen, aber durch das Auswärtstor haben wir immer noch eine gute Ausgangsposition", sagte Labbadia.

Torschütze Ibisevic ergänzte: "Das Ergebnis ist in Ordnung. Es wäre komisch, wenn schon alles perfekt gelaufen wäre. Nach der intensiven Vorbereitung hatten wir müde Beine."

Drei Neue in der Startelf

Labbadia musste sein Team wegen der Ausfälle von Christian Gentner und Martin Harnik personell umstellen und schickte in Moritz Leitner, Daniel Schwaab und Konstantin Rausch gleich drei Neuzugänge aufs Feld.

Überraschend durfte auch Youngster Timo Werner beginnen.

Im Lazur-Stadion in Burgas entwickelte sich vor 12.000 Zuschauern ein ausgeglichenes Spiel ohne große Höhepunkte.

VfB mit mehr Ballbesitz

Die Stuttgarter hatten zwar mehr Ballbesitz, schafften es allerdings nicht, sich gefährliche Chancen herauszuspielen.

In der 25. Minute hatten die Gastgeber mit ihrem ersten Torschuss durch Todor Nedelev die beste Gelegenheit, die VfB-Schlussmann Sven Ulreich mit Mühe entschärfte.

Aufseiten der Stuttgarter sorgte bis zum Pausenpfiff nur ein Weitschuss von Rausch nach einem Alleingang für ein wenig Gefahr.

Viele Fouls, wenig Spielfluß

Das Spiel blieb auch nach dem Seitenwechsel über weite Strecken unansehnlich.

Viele Fouls behinderten den ohnehin stockenden Spielaufbau beider Teams.

Auch die Einwechslung von Cacau für Tunay Torun änderte daran zunächst nichts.

Ex-Herthaner trifft für Plowdiw

Der Außenseiter aus Bulgarien, der im Gegensatz zum VfB bereits sein siebtes Pflichtspiel in dieser Saison absolvierte, beschränkte sich auf die Defensive und lauerte auf Konter. Dagegen fanden die Gäste kein Mittel.

Bezeichnend, dass es eine Standardsituation benötigte, um den Bann zu brechen: Der bis dahin praktisch unsichtbare Ibisevic köpfte nach einer Freistoßflanke des wenige Sekunden zuvor eingewechselten Alexandru Maxim den Ball zur Gäste-Führung ins Tor.

Die hielt allerdings nicht lange. Der ehemalige Bundesligaspieler Domochiyvski erzielte den Ausgleich, nachdem Ulreich einen Schuss von Romario Kortzorg nicht festgehalten hatte.

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