Ibrahima Traore (l.) scheiterte letzte Saison mit dem VfB im Achtelfinale der Europa League an Lazio Rom © imago

Der VfB muss sich in der Europa-League-Quali gegen Botew Plowdiw beweisen. Trainer Bruno Labbadia dämpft die Erwartungen.

Stuttgart - Wenn der VfB Stuttgart am Schwarzen Meer zu seinem ersten Pflichtspiel der Saison antritt, wird es nur für Sportvorstand Fredi Bobic eine Reise in die Vergangenheit.

Der fünfmalige deutsche Meister hingegen will im Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde zur Europa League gegen Botew Plowdiw aus Bulgarien (ab 19.15 Uhr im LIVE-TICKER) den ersten Schritt in eine bessere Zukunft machen.

Wie rosig diese aussehen soll, darüber herrscht anscheinend Uneinigkeit.

"Unser Ziel ist es, dass wir uns über die Bundesliga für den internationalen Wettbewerb qualifizieren. Wir sind nicht nur in der Spitze besser, sondern auch in der Breite", gab Bobic offensiv aus.

Labbadia dämpft die Euphorie

Doch schon vor dem Spiel gegen die Mannschaft aus Plowdiw, die für diese Partie ins Stadion von Tschernomoretz Burgas umzieht, wo Bobic als Geschäftsführer von März 2009 bis Juli 2010 aktiv war, dämpfte Trainer Bruno Labbadia die Euphorie.

"Man hat manchmal das Gefühl, wir hätten Messi und Neymar geholt. Im Grunde haben wir nur das gemacht, was ein ambitionierter Bundesligist tun sollte: Wir haben Voraussetzungen geschaffen, um auch mal Ausfälle auffangen zu können", sagte der 47-Jährige.

Zudem kritisierte der Trainer öffentlich die Fitnesswerte einiger seiner Profis zu Beginn der Vorbereitung.

Bobic zielstrebig

Noch bevor die Erwartungen im Umfeld der Schwaben zu groß werden, redet Labbadia sie klein. Dabei hat der Verein, der sich durch die Teilnahme am DFB-Pokal-Finale (2:3 gegen Bayern München) für das internationale Geschäft qualifiziert hat, Moritz Leitner, Mo Abdellaoue oder Daniel Schwaab verpflichtet, allesamt vielversprechende Neuzugänge.

Daher hält Bobic an den ausgegebenen Zielen fest. "Dass ein Trainer die Dinge manchmal ein bisschen defensiver angeht, ist normal, aber Fakt ist, dass wir dieses Ziel haben", sagte er, und er erhält Unterstützung vom neuen VfB-Präsidenten.

"Wenn man höhere Ziele hat, muss man auch höhere Ziele setzen. Insofern sage ich immer, wenn wir Fünfter werden wollen, müssen wir vom vierten Platz reden, sonst werden wir das nicht erreichen", sagte Bernd Wahler. Auch er personifiziert als Nachfolger des im April zurückgetretenen Gerd Mäuser die Aufbruchstimmung.

Erster Härtetest für den VfB

Gegen Plowdiw, das nach zwei Siegen aus zwei Spielen die Tabelle der bulgarischen Liga anführt und im letzten Jahr als Aufsteiger auf Rang vier gelandet ist, wird diese zum ersten Mal auf eine ernsthafte Probe gestellt.

In der zweiten Qualifikationsrunde setzte sich das Team von Trainer Stanimir Stoilow gegen HSK Zrinjski Mostar aus Bosnien durch.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Botew Plowdiw: Stachowiak - Grncarow, Minew, Sprockel - Ognjanow, Nedelew, Hristow, Jirsak, Galchew, Anicet - Kortzog

VfB Stuttgart: Ullreich - Sakai, Tasci, Niedermeier, Molinaro - Leitner, Boka, Traore, Maxim - Abdellaoue, Ibisevic

Schiedsrichter: Lee Probert (England)

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