Torschütze Arthur Boka (r.) wechselte 2006 von Racing Straßburg zum VfB Stuttgart © getty

Die Schwaben ziehen mit einer klasse Leistung nach zehn Jahren wieder in ein Achtelfinale in Europa ein. Jetzt wartet Lazio Rom.

Genk - Der VfB Stuttgart ist nach der besten Leistung seit Wochen ins Achtelfinale eingezogen. (DATENCENTER: Europa League)

Die Schwaben setzten sich im Zwischenrunden-Rückspiel beim belgischen Vertreter KRC Genk mit 2:0 durch und dürfen sich auf weitere Millionen-Einnahmen freuen.

Arthur Boka (45.) mit seinem ersten Saisontor traf kurz vor der Pause zur Führung, ehe Christian Genter (59.) erhöhte und nach dem 1:1 im Hinspiel für klare Verhältnisse sorgte. ( 678849 DIASHOW: Bilder der Rückspiele )

Nachdem die Stuttgarter am Sonntag mit dem 1:0 bei 1899 Hoffenheim den ersten Sieg nach zuvor fünf Ligapleiten gefeiert hatten, machten sie in Genk den nächsten Schritt aus der Krise und erreichten erstmals seit dem Achtelfinaleinzug in der Saison 2009/10 in der Champions League wieder eine Runde der letzten 16 auf europäischer Bühne.

Jetzt gegen Lazio Rom

Dort trifft das Team von Trainer Bruno Labbadia am 7. und 14. März auf Lazio Rom um Nationalstürmer Miroslav Klose, das Borussia Mönchengladbach ausschaltete.

"Das wird eine schöne Reise. Schade für Mönchengladbach, aber natürlich ist Rom einen Tick reizvoller als ein Bundesligist", sagte Gentner. Stürmer Vedad Ibisevic ist im Hinspiel vor eigenem Publikum nach seiner dritten Gelben Karte gesperrt.

Lob von Bobic

"Es war leidenschaftlich. Aber die Jungs haben das super angenommen und auf ihre Chance gelauert. Jeder hat für jeden gekämpft. So soll das sein", sagte VfB-Sportdirektor Fredi Bobic.

Stürmer Vedad Ibisevic ist im Hinspiel vor eigenem Publikum nach seiner dritten Gelben Karte gesperrt.

In Genk lauerten die engagierten Gäste vor 16.796 Zuschauern in einer bedächtigen Anfangsphase zunächst auf Konter.

Dem Bundesligisten fehlte aber zumeist die Raffinesse und die Abgeklärtheit, um die belgische Abwehr permanent unter Druck setzen zu können. Allerdings gingen die Stuttgarter trotz der schwierigen Ausgangslage nicht das volle Risiko ein.

Harnik fast schon fahrlässig

In der 28. Minute setzte Martin Harnik einen Schuss aus halbrechter Position fast schon fahrlässig übers Tor, nachdem Ibisevic den Österreicher nach einer schönen Einzelaktion bedient hatte. Zuvor hatte Genks Kalidou Koulibaly nach einem Schuss von Shinji Okazaki (14.) von der Strafraumgrenze auf der Linie geklärt.

Okazaki war für den Österreicher Raphael Holzhauser ins Team gerückt.

VfB drängt

Kurz vor dem Halbzeitpfiff erzielte der Ivorer Boka mit einem allerdings abgefälschten Distanzschuss aus rund 20 Metern die Führung. Nach der Pause drängte der VfB auf die Entscheidung.

Den verdienten Lohn fuhren die bissigen und zweikampfstarken Stuttgarter durch den Treffer von Gentner nach einem überfallartig vorgetragenen Gegenstoß ein. Der Mittelfeldantreiber hatte bereits im Hinspiel getroffen.

Kompaktre VfB-Defensive

Den Belgiern, die ohne ihren verletzten Toptorjäger Jelle Vossen auskommen mussten, fiel trotz der drohenden Niederlage nur wenig gegen die kompakte Defensive der Stuttgarter ein.

Dafür verpasste Ibrahima Traore in der 73. Minute einen weiteren VfB-Treffer, als er völlig freistehend den Ball am Tor von Laszlo Köteles vorbeischob.

Dennoch lieferte Mittelfeldspieler Traore wie auch Gentner eine starke Partie. Beim dreimaligen belgischen Meister überzeugte Khaleem Hyland.

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