Enttäuschung bei (v.l.) Stuttgarts Tasci, Han- novers Mukhammad und Leverkusens Kießling © getty

Nach Pleiten und einem Remis ist die Enttäuschung der deutschen Klubs groß. Neben dem Aus droht auch in der Liga Mittelmaß.

Frankfurt - Ärger und Frust in der Europa League, aber auch das Prinzip Hoffnung - nicht nur bei Borussia Mönchengladbach nach dem turbulenten 3:3 (1:0) gegen Lazio Rom (Bericht):

Nach dem schwarzen Donnerstag auf kontinentaler Bühne wollen mit Bayer Leverkusen, Hannover 96 und dem VfB Stuttgart auch die drei weiteren Bundesligisten in den anstehenden Bundesliga-Partien Wiedergutmachung betreiben.

Nach den zwei Niederlagen und einem Unentschieden in den Zwischenrunden-Hinspielen saß der Stachel der Enttäuschung aber trotzdem tief: ( 676224 DIASHOW: Euro-League-Achtelfinale )

Statt Europa zu erobern, droht das Aus. (DATENCENTER: Europa League)

Lewandowski bedient

Dabei hat die Ergebniskrise Bayer Leverkusen weiter fest im Griff.

"Der letzte Tick Konsequenz fehlt, die Galligkeit", analysierte Trainer Sascha Lewandowski nach dem 0:1 (0:0) gegen Benfica Lissabon. (Bericht)

Es war das vierte Pflichtspiel des Tabellendritten ohne Sieg.

Slomka hofft noch

Auch Hannover 96 erlebte beim 1:3 (1:1) im Auswärtsspiel in Moskau gegen die Millionen-Truppe von Anschi Machatschkala ein böses Erwachen. (Bericht)

Doch 96-Coach Mirko Sloma klammerte sich an die Hoffnung.

"Wir haben uns noch nicht aufgegeben. Wir werden alles versuchen, noch etwas zu bewegen", sagte der 45-Jährige.

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Labbadia fassungslos

Slomkas Stuttgarter Kollege Bruno Labbadia war nach dem 1:1 (1:0) gegen KRC Genk (Bericht) fassungslos - und grippekrank, so dass er sich während der Pressekonferenz am Freitag von Eddy Sözer vertreten lassen musste.

Nach zuletzt fünf Bundesliga-Niederlagen würde eine weitere Pleite gegen die abstiegsbedrohten Hoffenheimer am Sonntag (ab 17.15 Uhr im LIVE-TICKER) die prekäre Lage bei den Schwaben verschärfen.

"Das ist bitter. Wir hätten in unserer Situation so ein dreckiges 1:0 gut gebrauchen können. Jetzt müssen wir eben am Sonntag gewinnen", sagte VfB-Sportdirektor Fredi Bobic.

Europa-League-Traum vorm Aus

Leverkusen indes muss sich wohl von seinen hochtrabenden Europa-League-Träumen verabschieden.

Nur knapp 43 Stunden nach seiner Pleite trifft Bayer am Samstag (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) auf den Tabellenvorletzten FC Augsburg, der immerhin im neuen Jahr in der Liga noch ungeschlagen ist.

"Die sind unangenehm zu spielen und haben zu Recht noch kein Spiel verloren. Sie waren auch in den Begegnungen, die unentschieden endeten, die bessere Mannschaft", sagte Lewandowski.

Bayers brotlose Kunst

Ein Sieg gegen die Schwaben wird in Bayers derzeitiger Verfassung kein Selbstläufer.

Wie zuletzt in der Bundesliga offenbarten die Rheinländer auch gegen Lissabon die größte Schwachstelle: Bis zum Strafraum wird teilweise schön kombiniert.

Doch Entschlossenheit im Torabschluss sieht anders aus. Mehr als brotlose Kunst springt nicht heraus.

96 krankt in der Abwehr

Bei Hannover wiederum hapert es in der Abwehr. Am Ende waren die Niedersachsen mit drei Gegentoren noch gut bedient.

"Anschi ist im Konterspiel unheimlich stark", sagte Slomka, 96 war mit den eigenen Waffen geschlagen worden.

Gegen den Retortenklub aus der Unruheprovinz Dagestan im Nordkaukasus kassierten die Niedersachsen im 35. Pflichtspiel der Saison bereits die Gegentore 59 bis 61 (1,74 im Schnitt).

Absturz ins Mittelmaß droht

Die eklatante Abwehrschwäche ist auch der Grund, weshalb Hannover nach zwei berauschenden Spielzeiten wieder im grauen Mittelmaß der Liga zu verschwinden drohen.

Mit Rang neun hinkt der Klub den Erwartungen hinterher.

Am Sonntag steht 96 beim 1. FC Nürnberg (ab 15.15 Uhr im LIVE-TICKER) gehörig unter Druck, wenn der Anschluss an die Europapokal-Plätze nicht verloren gehen soll.

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