Arthur Boka (r.) wechselte 2006 aus Straßburg zum VfB Stuttgart © getty

Nach fünf Bundesliga-Pleiten in Serie kommen mäßige Stuttgarter auch international nicht über ein Remis gegen Genk hinaus.

Stuttgart - Der VfB Stuttgart hat seine Talfahrt auch in der Europa League nicht beenden können:

Nach zuletzt fünf Niederlagen in der Bundesliga kamen die Schwaben wegen eines späten Gegentoren im Zwischenrunden-Hinspiel gegen den KRC Genk nicht über ein mageres 1:1 (1:0) hinaus und stehen im Rückspiel am kommenden Donnerstag beim Tabellenviuerten aus Belgien vor dem Aus. (DATENCENTER: Europa League)

Damit sich die Krise beim VfB nicht noch weiter verschärft, ist ein Sieg am Sonntag im brisanten Duell bei 1899 Hoffenheim Pflicht.

Schon jetzt ist der Druck auf Bruno Labbadia und seine Mannschaft enorm.

Ausgleich in der Nachspielzeit

Christian Gentner hatte Stuttgart in der 41. Minute in Führung gebracht. Glynor Plet (90.+1) egalisierte in der Nachspielzeit.

"In der 90. Minute darfst du kein Tor mehr kassieren. International ist es doppelt bitter", sagte Stuttgarts Abwehrspieler Georg Niedermeier. ( 676224 DIASHOW: Die Bilder )

Labbadia gab der Mannschaft, die am Samstag gegen Bremen 1:4 verloren hatte, eine Bewährungschance. Der VfB war vor nur 15.200 Zuschauern von Beginn an bemüht, die jüngste Negativserie vergessen zu machen. Die Stuttgarter traten engagiert auf.

Es fehlte allerdings meist die spielerische Linie, den Schwaben war in einigen Szenen die Verunsicherung deutlich anzumerken.

Ibisevic und Harnik vergeben Chancen

So verhalf ein Patzer von Kalidou Koulibaly dem VfB zur ersten Chance - und die war hochkarätig: Vedad Ibisevic konnte das Geschenk jedoch nicht annehmen und scheiterte bei seinem Alleingang am glänzend reagierenden Laszlo Köteles (15.).

Der rettete zudem gegen Martin Harnik (30.).

Einen Schuss von Gotoku Sakai ließ der Gäste-Keeper jedoch vor die Füße von Gentner abprallen, der den Ball aus kurzer Entfernung über die Linie drückte.

[kaltura id="0_9o4a2roy" class="full_size" title="Zwischenrunden Fehlstart Die Reaktionen"]

Ulreich pariert stark

Genk verlegte sich in der ersten Hälfte weitgehend aufs Kontern, agierte dabei aber wie der VfB meist zu ungenau.

Torjäger und Kapitän Jelle Vossen, der in der belgischen Liga bereits 16 Saisontore erzielt hat, kam dadurch nicht wie gewünscht ins Spiel.

Zudem schafften es die Stuttgarter in der Defensive im Gegensatz zu den vergangenen Wochen, Fehler zu vermeiden.

Und wenn es für den VfB gefährlich wurde, war Sven Ulreich zur Stelle - so bei einem Kopfball von Elyaniv Barda (16.) oder einem Schuss von Vossen (44.).

VfB ohne Glanz

Nach dem Wechsel blieb der VfB weitgehend spielbestimmend, großer Glanz ging von den Schwaben aber weiter nicht aus.

Die beste Möglichkeit hatte Ibisevic (69.).

Die Belgier agierten trotz des Rückstands lange Zeit zu passiv, um die Stuttgarter in Bedrängnis zu bringen.

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