Gladbachs Martin Stranzl erzielt per Elfmeter die Führung für Gladbach © getty

Die Borussia bekommt gegen Lazio gleich drei Elfmeter zugesprochen - aber nur zwei landen im Tor. In der Nachspielzeit treffen die Römer.

Mönchengladbach - Borussia Mönchengladbach braucht wohl einen Sieg in Rom, um den Traum vom Achtelfinaleinzug in der Europa League doch noch zu verwirklichen.

In einem verrückten Spiel kassierte der fünfmalige Deutsche Meister in der Nachspielzeit durch Libor Kozak (90.+4) gegen Lazio Rom den Ausgleich zum 3:3 (1:0) im Zwischenrunden-Hinspiel.

Damit stehen die Fohlen am 21. Februar in der italienischen Hauptstadt vor einer schweren Aufgabe und müssen wohl gewinnen, um noch weiterzukommen.

Martin Stranzl brachte die Mannschaft von Trainer Lucien Favre per Foulelfmeter in Führung (17.), doch Sergio Floccari (57.) und Libor Kozak (64.) drehten zwischenzeitlich die Begegnung. (DATENCENTER: Europa League)

Der eingewechselte Thorben Marx sorgte mit seinem Foulelfmeter in der 84. Minute für den Ausgleich, dann traf Juan Arango per Freistoß zum 3:2 (88.).

Stranzl verschießt Elfer

Stranzl war zuvor mit einem weiteren Foulelfmeter an Torhüter Federico Marchetti gescheitert (70.), Lazio-Akteur Andre Dias (69./wiederholtes Foulspiel) hatte Gelb-Rot gesehen.

"Das letzte Gegentor darf natürlich nicht passieren. Da darf man nicht den Kopf verlieren, wir wollten noch mehr und noch mehr", sagte Torhüter Marc-Andre ter Stegen.

Vor 46.279 Zuschauern im ausverkauften Borussia-Park scheuten beide Mannschaften in der Anfangsphase das Risiko.

Die Gäste, bei denen Nationalspieler Miroslav Klose wegen eines Außenband-Teilabrisses im rechten Knie fehlte, waren zwar von Beginn an spielbestimmend, große Tormöglichkeiten entwickelten sich daraus zunächst aber nicht.

Herrmann holt Elfmeter raus

Weitaus effektiver erwiesen sich die Gastgeber.

Als der schnelle Patrick Herrmann nur durch ein Foul des unsicheren Andre Dias zu bremsen war, knallte Ersatzkapitän Stranzl den Ball unhaltbar für Marchetti zur Führung unter die Latte.

Es war das 300. Gladbacher Tor in einem europäischen Wettbewerb.

[kaltura id="0_9o4a2roy" class="full_size" title="Zwischenrunden-Fehlstart: Die Reaktionen"]

Arango trifft den Pfosten

Danach nahm die Begegnung Fahrt auf. Beide Mannschaften leisteten sich auf dem schwer bespielbaren Platz zwar immer wieder Fehlpässe im Aufbau, doch das Spielniveau steigerte sich bis zur Pause stetig.

Lazio übte immer mehr Druck aus.

Die Gladbacher, die auf Peniel Mlapa (Muskelfaserriss im Oberschenkel) und Branimir Hrgota (Außenband- und Kapselriss im linken Sprunggelenk) verzichten mussten, konterten aber geschickt.

Ein Kopfball von Luuk de Jong verfehlte sein Ziel jedoch knapp (34.), ein gefühlvoller Freistoß von Kunstschütze Juan Arango landete nur am Pfosten (41.).

Ter Stegen pariert glänzend

Auf der anderen Seite rückte aber auch Marc-Andre ter Stegen immer mehr in den Mittelpunkt.

Bei einem Freistoß von Antonio Candreva (25.) und einem Kopfball von Klose-Ersatz Floccari (38.) reagierte der Nationaltorhüter glänzend.

Beim abgefälschten Schuss von Candreva zwei Minuten vor dem Seitenwechsel wäre aber auch ter Stegen machtlos gewesen.

Lazio stellt nach der Pause um

Nach dem Wechsel brachte Rom in Kozak eine zweite Spitze.

Der Erfolg ließ nicht lange auch sich warten. Floccari bestrafte die mangelnde Zuordnung in der Gladbacher Innenverteidigung und traf freistehend aus kurzer Distanz zum Ausgleich.

Bei Kozaks Führungstreffer sah die Gladbacher Defensive erneut schlecht aus.

Stranzl doppelt im Pech

Dann wurde es hektisch. Dias foulte Stranzl und flog vom Platz. Der Gladbacher verpasste aber seinen zweiten Elfmetertreffer und traf eine Minute später aus kurzer Distanz nur den Pfosten.

Dann aber waren Marx und Arango zur Stelle, ehe erneut Kozak zuschlug.

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