Andre Schürrle (l.) und Bayer konnten Benficas Defensive kaum gefährden © getty

Benficas Sürmer trifft zum Sieg in Leverkusen. Die Pleite für Bayer ist verdient, die Chance aufs Achtelfinale nur noch gering.

Leverkusen - Das Weiterkommen in der Europa League wird für Bayer Leverkusen zu einer Zitterpartie.

Bei Schneefall und eisigen Temperaturen unterlag der Werksklub im Hinspiel der Zwischenrunde gegen Portugals Rekordmeister Benfica Lissabon mit 0:1 (0:0).

Der Paraguayer Oscar Cardozo (61.) schloss nach Vorarbeit von Andre Almeida einen Sololauf mit einem Lupfer erfolgreich ab.

Die Niederlage für den Bundesliga-Tabellendritten war verdient, denn der zweimalige Europapokalsieger der Landesmeister wirkte in der Spielanlage reifer und insgesamt abgeklärter.

Der Werksklub konnte dagegen an die letzten guten Leistungen in der Bundesliga gegen Dortmund (2:3) und in Gladbach (3:3) nicht anknüpfen.

Die Rheinländer stehen damit im Rückspiel am 21. Februar im Estadio da Luz von Lissabon mit dem Rücken zur Wand (DATENCENTER: Europa League).

"Wir sind gut genug, das auch im Rückspiel noch zu drehen", sagte Bayer-Kapitän Simon Rolfes: "Es war auch heute wieder das Problem, dass wir zwar gut spielen, aber unsere Chancen nicht nutzen. Das müssen wir unbedingt abstellen, dann haben wir auch in Lissabon eine Chance."

Rolfes kämpferisch

"Wir sind gut genug, das auch im Rückspiel noch zu drehen", sagte Bayer-Kapitän Simon Rolfes:

"Es war auch heute wieder das Problem, dass wir zwar gut spielen, aber unsere Chancen nicht nutzen. Das müssen wir unbedingt abstellen, dann haben wir auch in Lissabon eine Chance."

Bayer tut sich schwer

Über weite Strecke wirkte das Bayer-Spiel vor 25.375 Zuschauern zusammenhanglos, lange Zeit hatte man den UEFA-Cup-Sieger von 1988 nicht so konzeptlos gesehen.

Nachdem sich beide Klubs knapp 19 Jahre zuvor im Viertelfinale des Europapokals der Pokalsieger beim 4:4 in der BayArena einen offenen Schlagabtausch und ein Torfestival geliefert hatten, konnte die Darbietung am Donnerstag allenfalls die rund 3500 angereisten Benfica-Fans erwärmen.

[kaltura id="0_9o4a2roy" class="full_size" title="Zwischenrunden Fehlstart Die Reaktionen"]

Kadlec vergibt Großchance

Auch die Hereinnahme von Sidney Sam zu Beginn der zweiten Halbzeit für Nationalspieler Andre Schürrle brachte nicht die erhoffte Belebung aufseiten der Gastgeber.

Dem Bayer-Spiel fehlten die Struktur und die Linie. Eine Großchance vergaben Michal Kadlec und Lars Bender (jeweils 60.).

Rotation geht nicht auf

Vielleicht erwiesen sich die personellen Veränderungen im Team aufgrund des bevorstehenden Bundesliga-Heimspiels gegen den FC Augsburg (Samstag, 15.30 Uhr) als zu gravierend.

Das Leverkusener Trainergespann Sami Hyypiä/Sascha Lewandowski hatte drei neue Spieler ins Team rotiert.

Für Sebastian Boenisch, Daniel Carvajal und Sam spielten Hajime Hosogai, Michal Kadlec und Jens Hegeler.

Benfica immer wieder gefährlich

Schon nach einer Viertelstunde übernahm Benfica das Kommando, der 32-malige portugiesische Champion hatte die erste Chance und sollte auch in der Folgezeit dominieren.

Der Niederländer Ola John setzte sich an der Strafraumgrenze durch, doch sein Schuss wurde von Innenverteidiger Daniel Schwaab abgeblockt (14.).

Eine Minute später stellte der Uruguayer Urreta Bayer-Keeper Bernd Leno aus 20 Metern mit einem Flachschuss auf die Probe.

In der 25. Minute verfehlte Ezequiel Garay aus 25 Metern das Bayer-Gehäuse.

Kadlec, Castro und Hegeler scheitern

Das Spiel von Bayer war eher auf Zufall abgestimmt, es gab kaum zusammenhängende Kombinationen.

Lissabon bestimmte das Tempo und diktierte weitgehend die Szenerie.

Kadlec (46.) besaß nach einem Fehler von Almeida eine Chance, verzog aber den Ball. Castro (65.) und Hegeler (68.) vergaben ebenfalls.

Auf der Gegenseite verfehlte John mit einem Schlenzer das Ziel.

Der auffälligste Leverkusener war noch der unermüdliche Lars Bender.

Bei Benfica gefielen vor allem Torwart Artur, Kapitän Luisao und Nemanja Matic.

Weiterlesen