Christian Pander (r.) gab sein Bundesligadebüt für den FC Schalke 04 © getty

Hannover wahrt mit Minimalistenfußball gegen Twente die Chance auf den Gruppensieg. Diouf fehlt, ein Ex-Herthaner sieht Rot.

Hannover - Für das Bayern-Gastspiel geschont, die Chance auf den Gruppensieg gewahrt:

Mit Minimalistenfußball und einem langweiligen 0:0 in der Europa League gegen Twente Enschede hat Hannover 96 die Geduld seiner enttäuschten Fans arg strapaziert.

Dennoch reicht den Niedersachsen in der letzten Partie der Vorrunde bei UD Levante ein Remis, um als Tabellenerster in die Zwischenrunde einzuziehen. (DATENCENTER: Europa League)

Slomka nicht unzufrieden

"Dieses 0:0 ist ein gerechtes und auch ordentliches Ergebnis. Mit dieser Leistung ist auch ein Punkt bei Levante möglich, damit wären wir dann Gruppensieger", sagte Trainer Mirko Slomka.

"Ich denke, wir haben heute einen guten Gegner gesehen", meinte Kapitän Steven Cherundolo: "Wir haben fußballerisch nicht die Mittel gehabt, da durchzuspielen. Es war eine kontrollierte Leistung. Jetzt müssen wir auf den Gruppensieg warten, aber das können wir."

Bengtsson sieht Rot

Ohne den gesperrten Lars Stindl und ohne den angeschlagenen Torjäger Mame Diouf (Knieprobleme) fehlte den Niedersachsen fast während der gesamten Spielzeit der Zug nach vorn.

So entwickelte sich zwischen den bereits für die Zwischenrunde qualifizierten Norddeutschen und den vom ehemaligen Wolfsburger Trainer Steve McClaren betreuten Gästen eine von Mittelfeldgeplänkel geprägte Partie.

Gäste-Spieler Rasmus Bengtsson sah in der 84. nach einer Notbremse gegen Artur Sobiech die Rote Karte. ( 642599 DIASHOW: 5. Spieltag )

[kaltura id="0_51dtxux0" class="full_size" title=" Wir m ssen optimal regenerieren "]

Kaum Highlights

Die Höhepunkte in Hälfte eins waren dünn gesät.

In der 14. Minute schob Willem Janssen aus zwölf Metern Entfernung den Ball knapp am rechten Torpfosten vorbei.

In der Folgezeit verstärkten die Niederländer, die sich nur bei einem Sieg noch Hoffnungen auf die nächste Runde hätten machen können, ihre Angriffsbemühungen, doch die Attacken wurden in den allermeisten Fällen zu durchsichtig vorgetragen.

Fans unzufrieden

Bereits nach einer halben Stunde waren erste Pfiffe der 35.800 Zuschauer in der Arena zu hören.

96-Trainer Mirko Slomka schickte fast zeitgleich seine Reservisten zum Warmmachen an den Spielfeldrand.

In der 36. Minute hatten die Platzherren ihre erste Gelegenheit in Führung zu gehen, doch ein Distanzschuss von Jan Schlaudraff verfehlte sein Ziel.

Hannover schont sich für FCB

Nach dem Seitenwechsel war der Bundesliga-Sechste weiterhin bemüht, für das schwere Auswärtsspiel am Samstag beim FC Bayern München möglichst wenig Kräfte zu lassen.

Mit Blick auf die Partie in München sei es "wichtig, dass die Spieler schnell regenerieren. Ich bin da guter Dinge, uns fehlen ein paar Stunden, aber das geht schon", meinte Slomka.

Im Twente-Strafraum spielte sich lange herzlich wenig ab, lediglich ein Distanzschuss von Sergio da Silva Pinto (60.) sorgte kurz für Gefahr. Fünf Minuten später verzog der Schweizer Adrian Nikci, weitere 120 Sekunden später der eingewechselte Didier Ya Konan.

Aber auch der aktuelle Tabellenzweite der niederländischen Ehrendivision trug kaum etwas zu einem ansehnlichen Spiel bei.

Die "Tokkers" schienen von Beginn an nicht mehr an ihre Chance auf ein Weiterkommen zu glauben und riskierten viel zu wenig, um die Platzherren ernsthaft in Schwierigkeiten zu bringen.

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