Max Eberl (l.) ist seit Oktober 2008 als Gladbacher Sportdirektor tätig © imago

Gladbachs Sportdirektor will den Meister aus Zypern auf keinen Fall unterschätzen. Der Blick nach Marseille ist verboten.

Mönchengladbach - Borussia Mönchengladbach will mit einem Heimsieg in der Europa League gegen Außenseiter AEL Limassol die Pflicht erfüllen, für die Kür soll Fenerbahce Istanbul sorgen.

Bei einem Sieg des fünfmaligen deutschen Meisters am Donnerstag gegen Zyperns Champion (Do., ab 20.50 Uhr im LIVE-TICKER) und einem gleichzeitigen Erfolg von Istanbul bei Olympique Marseille hätten die Gladbacher die K.o.-Runde erreicht. (DATENCENTER: Europa League)

Doch daran will die Mannschaft von Trainer Lucien Favre noch nicht denken.

Eberl bleibt vorsichtig

"Das Spiel schon als gewonnen abzuhaken, wäre eine Katastrophe. Das muss jedem in der Mannschaft, aber auch im Umfeld bewusst sein. Es gab schon viele Spiele, die man im Vorfeld schon als gewonnen abgetan hat, und dann haben sich Sensationen ereignet", sagte Sportdirektor Max Eberl und hatte dabei die enttäuschende Nullnummer im Hinspiel auf Zypern im Hinterkopf.

In den beiden Begegnungen gegen den französischen Topklub Marseille (2:0 und 2:2) stellte die Borussia ihre internationale Tauglichkeit aber unter Beweis.

Gute Ausgangslage

"Unsere gute Ausgangslage haben wir uns mit den beiden Spielen gegen Marseille erarbeitet. Jetzt haben wir es selbst in der Hand. Dafür ist ein Heimsieg gegen Limassol unglaublich wichtig", betonte Eberl, der aber vor zu großer Euphorie warnt:

"Wir müssen mit Ruhe und Geduld spielen. Gleichzeitig müssen wir aber Druck auf das Tor von Limassol ausüben."

Dabei muss Favre weiter auf Torjäger Luuk de Jong verzichten. Der Niederländer ist nach seiner Kapselverletzung mit anschließender Knie-Operation am Dienstag immerhin wieder ins Training eingestiegen. Ob er in diesem Jahr aber noch einmal für die Borussia auflaufen kann, ist offen.

Jantschke fraglich, Daems fehlt

Zudem ist gegen Limassol der Einsatz der angeschlagenen Außenverteidiger Tony Jantschke weiter fraglich. Kapitän Filip Daems fällt aus.

Die Borussia rechnet am Donnerstag mit 40.000 Zuschauern, womit der Gesamtzuschauerschnitt in der Europa League 44.000 Besucher betragen würde. Dies bedeutet den höchsten Zuspruch aller 48 Teams in der Gruppenphase.

Die Mannschaft geht voller Selbstvertrauen in die Begegnung. "Wir wollen gewinnen und im Europacup überwintern", äußerte Patrick Herrmann.

Marx: "Glauben an uns"

"Ich bin sehr zuversichtlich und gehe von drei Punkten aus, auch wenn es mit Sicherheit keine einfache Aufgabe wird. Wir glauben an uns", sagte Thorben Marx.

Der Blick nach Marseille ist während der 90 Minuten verboten: "Wir müssen auf unser Spiel schauen und die Punkte hier behalten. Erst dann werden wir schauen, was Marseille und Fenerbahce gemacht haben", so Marx.

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Mönchengladbach: ter Stegen - Stranzl, Brouwers, Dominguez, Wendt - Marx, Nordtveit - Rupp, Arango - Herrmann - Hanke (de Camargo)

Limassol: Degra - Airosa, Dosa Junior, Parpas, Maykon - Dede, Nicolaou - Rui Miguel - Edmar, Vouho, Gilberto

Schiedsrichter: Bobby Madden (Schottland)

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