Andre Schürrle (M.) wechselte nach der Saison 2010/2011 von Mainz nach Leverkusen © imago

Hannover und Leverkusen buchen bereits das Ticket für die nächste Runde. Arango sichert Gladbach einen wichtigen Vorteil.

Leverkusen/Hannover/Marseille - Bayer Leverkusen und Hannover 96 bejubelten den vorzeitigen Einzug in die K.o.-Runde, Borussia Mönchengladbach einen möglicherweise vorentscheidenden Last-Minute-Ausgleich.

Neben dem Champions-League-Trio sorgen auch die deutschen Teilnehmer in der Europa League weiter für Furore.

Die Bundesliga hat inzwischen beste Chancen, mit allen sieben Mannschaften im Europacup zu überwintern (DATENCENTER: Die Europa League).

Und die ersten beiden deutschen K.o.-Teilnehmer stehen seit Donnerstag zwei Spieltage vor Ende der Gruppenphase auch schon fest.

Rapid und Helsingborgs geschlagen

Leverkusen ist der Einzug in die nächste Runde nach dem 3:0 (1:0) gegen Rapid Wien (Bericht) ebenso sicher wie Hannover 96 nach dem kuriosen 3:2 (1:0) gegen Helsingborgs IF (Bericht).

Beste Chancen hat auch Gladbach nach dem wichtigen 2:2 (1:0) bei Olympique Marseille (Bericht), den direkten Vergleich gegen die punktgleichen Franzosen hat der fünfmalige Meister damit schon gewonnen.

Völler verzeiht Nachlässigkeiten

Uneingeschränkt gut war die Stimmung in Leverkusen, da verzieh Sportchef Rudi Völler auch einige Nachlässigkeiten.

"Nach den letzten Spielen ist verständlich und menschlich, ein paar Prozent weniger zu tun. Aber am Ende war es doch souverän", sagte Völler nach dem standesgemäßen Erfolg im Energiesparmodus.

Am 22. November fällt in der Ukraine bei Metalist Charkow nur noch die Vorentscheidung über den Gruppensieg.

Bayer international einzigartig

Und der Trend bei Bayer zeigt weiter nach oben:

Zwölf Spiele ist die Mannschaft von Teamchef Sami Hyypiä und Trainer Sascha Lewandowski unbesiegt, feierte den fünften Pflichtspielsieg in Folge und hat als einzige Mannschaft in der Europa League noch kein Gegentor (8:0) kassiert.

[kaltura id="0_vp5g9lov" class="full_size" title="Hannover mit Dusel in der Zwischenrunde"]

Hannover mit haarsträubenden Fehlern

Mehr zittern musste Hannover, nachdem die Niedersachsen eine vermeintlich sichere Führung zunächst durch haarsträubende Fehler aus der Hand gegeben hatten.

"In allen Gruppenspielen von uns kam Dramatik auf. Warum sollte das heute anders sein?", sagte der sichtlich mitgenommene 96-Trainer Mirko Slomka mit einer Portion Galgenhumor:

"Für die Spieler fühlt sich dieser Sieg zwar zunächst wie eine Niederlage an, aber am Ende kommt langsam das Gefühl, heute etwas Großes erreicht zu haben."

Hektische Schlussphase

Besonders der nervenaufreibenden Schlussakt der Begegnung hatte es in sich. Erst ein umstrittener Elfmeter in der Nachspielzeit bescherte den Gastgebern nach einem verspielten 2:0 die wichtigen drei Punkte.

Nach einer Notbremse an Artur Sobiech sahen sowohl der foulende Peter Larsson als auch der wild protestierende Walid Atta Rot. Mehrere Minuten wurde aufgeregt diskutiert - ehe Szabolcs Huszti mit Glück verwandelte. ( 636338 DIASHOW: Der 4. Spieltag )

"Hurrikan der Karibik" rettet Gladbach

In Marseille verhinderte Juan Arango eine Niederlage der Gladbacher, die mit ziemlicher Sicherheit das Aus bedeutet hätte.

Der "Hurrikan der Karibik" ist eben ein Spieler für besondere Momente. Deshalb hatte ihn Lucien Favre auch nicht ausgewechselt, "obwohl er zu viele Bälle verloren hat".

In der 93. Minute schlug Arango dann zu. Eine eigentlich harmlose Flanke nahm er mit der Brust an, dann donnerte er den Ball mit links ins rechte untere Eck.

"Haben es selbst in der Hand"

"Juan ist ein Eisvogel. Er ist bis zum Ende unglaublich wichtig", sagte Sportdirektor Max Eberl.

Der gewonnene Direktvergleich gegen Marseille ist für Trainer Lucien Favre "natürlich ein kleiner Vorteil. Jetzt haben wir es selbst in der Hand."

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