Manuel Friedrich (m., mit Rolfes und Toprak) spielt seit 2007 für Bayer Leverkusen © getty

Leverkusen besiegt Rapid Wien auch im Rückspiel deutlich und ist schon nicht mehr von den ersten beiden Plätzen zu verdrängen.

Leverkusen - Bayer Leverkusen steht nach dem fünften Pflichtspielsieg in Folge vorzeitig in der K.o.-Runde der Europa League.

Am vierten Spieltag der Gruppe K gewann der Werksklub gegen den stark ersatzgeschwächsten österreichischen Rekordchampion Rapid Wien mit 3:0 (1:0) und ist mit zehn Punkten nicht mehr von einem der ersten beiden Ränge zu verdrängen (DATENCENTER: Europa League).

Bayer-Trainer Sascha Lewandowski freute sich über den deutlichen Sieg, ordnete den Erfolg aber gleich ein. "Die Mannschaft ist klug genug, um zu wissen, dass das heute nicht der Maßstab für uns war", sagte der 41-Jährige.

Jens Hegeler (4.) köpfte die Werkself frühzeitig auf die Siegerstraße. Andre Schürrle (53.) und Manuel Friedrich (66.) sorgten für die Entscheidung. Im nächsten Europa-League-Gastspiel bei Metalist Charkow (22. November) geht es nach dem 0:0 im ersten Duell um den Gruppensieg ( 636338 Diashow 4. Spieltag ).

Hegeler läutet Torreigen ein

Dem 1:0 ging ein Kopfball von Junior Fernandes an die Latte nach Flanke von Sidney Sam voraus, den Abpraller beförderte Hegeler dann über die Linie.

Beim zweiten Bayer-Tor landete die Kopfball-Befreiung von Terrence Boyd genau bei Schürrle, der aus 16 Metern sehenswert vollstreckte.

Friedrich traf beim 3:0 per Kopfball nach Ecke von Gonzalo Castro, der zur Halbzeit eingewechselt wurde, und Verlängerung von Ömer Toprak.

Kießling vermisst

Bayer-Teamchef Sami Hyypiä und -Trainer Sascha Lewandowski hatten gegenüber dem 3:2 am vergangenen Sonntag gegen Fortuna Düsseldorf auf drei Positionen rotiert. Kapitän Simon Rolfes, Junior Fernandes und Jens Hegeler kamen für Stefan Kießling, Castro und Lars Bender neu in die Startformation.

Schmerzlich vermisst wurde im Bayer-Angriff vor allem in der ersten Hälfte der Schwung von Kießling, der nach 81 Pflichtspieleinsätzen in Serie aufgrund von Oberschenkelproblemen nicht eingesetzt werden konnte.

Im Mittelfeld fehlten lange Zeit die zündenden Ideen, Bayer spielte im Schongang gegen den 32-maligen Meister aus Österreich, der im Hinspiel vor zwei Wochen 0:4 gegen die Werkself verloren hatte.

Rapid hält zeitweise dagegen

Bereits in der zwölften Minute hatten die Gastgeber die Chance zur Resultatserhöhung, als Daniel Carvajals Flanke von Torwart Lukas Königshofer unterschätzt wurde und gegen die Latte prallte.

Leverkusen tat sich gegen die ohne acht verletzte, erkrankte oder gesperrte Akteure angetretenen Gäste über weite Strecken ziemlich schwer und hatte bei einigen Situationen Glück.

Offensivspieler Christopher Trimmel (41.), der schon in der fünften Minute eine gute Gelegenheit besaß, hatte mit einem Pfosten-Kopfball Pech. Rapid-Kapitän Stefan Kulovits (34.) verzog zudem freistehend. Nach dem zweiten Bayer-Tor kam von Rapid dann aber nichts mehr.

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