Mame Diouf wechselte von Manchester United zu Hannover 96 © getty

Hannover zittert sich mit einem knappen Sieg über Helsingborg die Zwischenrunde. Stürmer Diouf trifft doppelt. Huszti rettet 96.

Hannover - Hannover 96 hat dank "Kopfball-Ungeheuer" Mame Diouf und Szabolcs Huszti bereits nach vier Spieltagen den Sprung in die K.o.-Phase der Europa League perfekt gemacht.

Die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka besiegte in der heimischen Arena Helsingborgs IF vor 33.200 Zuschauern mit 3:2 (1:0).

Ein erneut stets brandgefährlicher Diouf traf doppelt mit dem Kopf. Bereits in der 3. Minute nickte er für den Bundesligisten zur Führung ein. Kurz nach der Pause erzielte der Senegalese seinen zweiten Kopfballtreffer (50.) (DATENCENTER: Europa League).

Nikola Djurdjic (59.) und Alejandro Bedoya (67.) bestraften die anschließende Sorglosigkeit der Hannoveraner Abwehr, ehe Huszti (90.) per Strafstoß doch noch zum Sieg traf.

Traumstart von 96

Hannover übernahm nach dem Anpfiff sofort die Kontrolle und erwischte einen Traumstart.

Der nach überstandener Verletzung (Syndesmoseanriss) zuletzt überragende Diouf stand nach einer tollen Vorarbeit von Szabolcs Huszti goldrichtig und nickte zur Führung ein ( 636338 Diashow 4. Spieltag ) .

Nach dem Seitenwechsel kam die mustergültige Flanke für den sträflich unbewachten Diouf von Lars Stindl. Damit hat Diouf in den vergangenen fünf Spielen immer getroffen.

Die Niedersachsen wirkten auch trotz der hohen Belastungen - das Spiel gegen Helsingborg ist für 96 bereits die sechste Partie innerhalb von nur 20 Tagen - zunächst auch wach und spritzig.

Weitere zwingende Torchancen blieben nach der Führung trotz gefälliger Kombinationen aber zunächst aus.

Diouf vergab in der 19. Minute eine weitere Möglichkeit per Kopf, Didier Ya Konan scheiterte mit Schüssen aus der Distanz (24. und 34.).

Hannover unkonzentriert

Allerdings häuften sich in der zweiten Hälfte die Unkonzentriertheiten, weshalb der über weite Strecken beschäftigungslose Keeper Ron-Robert Zieler öfter eingreifen musste, als ihm lieb war. In der 70. Minute musste er sogar mit einer Glanztat gegen Alvaro retten.

Helsingborg agierte angesichts von vier Niederlagen und nur einem Unentschieden aus den letzten fünf Europapokalspielen lange eingeschüchtert und harmlos. Die Mannschaft von Trainer Age Hareide behielt auch nach dem frühen Rückstand zunächst ihre defensive Spielweise.

Hektische Schlussphase

Traute sich der entthronte schwedische Meister doch einmal über die Mittellinie, blieben die Angriffsbemühungen in der gut organisierten Defensive der Hannoveraner hängen. Die Tore entsprangen nicht der Stärke der Schweden, sondern den Nachlässigkeiten von 96.

"Das darf uns nach der Führung nicht passieren. Wir haben aufgehört, Fußball zu spielen", sagte 96-Akteur Christian Schulz, der sich aber über den Einzug in die nächste Runde freute: "Jetzt hat uns Europa auf dem Schirm."

Auch Trainer Slomka war nicht zufrieden. "In allen Gruppenspielen von uns kam Dramatik auf. Warum sollte das heute anders sein. Wir waren sehr leichtsinnig."

Kurz vor dem Abpfiff wurde es dann hektisch: Nach einem Foul von Walid Atta am eingewechselten Artur Sobiech verwandelte Huszti den folgenden Elfmeter, Atta und der reklamierende Peter Larsson sahen zudem Rot. Das Foulspiel war aber wohl knapp vor dem Strafraum.

Bei Hannover überzeugten Diouf und Stindl, Helsingborg hatte in Djurdjic seinen Besten.

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