Leverkusen Angreifer Stefan Kießling (r.) wurde in der Schlussphase verletzt ausgewechselt © getty

Bayer kommt gegen Charkow nicht über ein 0:0 hinaus. Die Werkself lässt einige gute Chancen aus, Schürrle trifft die Latte.

Leverkusen - Bayer Leverkusen hat fünf Tage nach der 0:3-Ligapleite bei Meister Borussia Dortmund den nächsten Rückschlag erlitten.

Die Werkself kam zum Auftakt der Gruppenphase der Europa League gegen die mit Kickern aus Südamerika gespickten Ukrainer von Metalist Charkow vor der Minus-Kulisse von 15.322 Zuschauern nicht über ein enttäuschendes 0:0 hinaus.( 614866 DIASHOW: Der 1. Spieltag )

Leverkusen verpasste damit im dritten Duell mit Charkow den dritten Sieg. In der K.o.-Phase der Saison 2010/2011 hatte sich Bayer noch locker mit 2:0 und 4:0 gegen die Ukrainer durchgesetzt. (DATENCENTER: Europa League)

Am 4. Oktober muss Leverkusen im zweiten Spiel der Gruppe K beim norwegischen Rekordmeister Rosenborg Trondheim antreten.

"Wir haben einen guten Eindruck gemacht, auch wenn es Phasen gab, in denen es nicht ganz so gut lief", sagte Trainer Sascha Lewandowski: "Über weite Strecken war die Leistung aber in Ordnung."

Guter Start für Bayer

Bayer erwischte einen guten Start, kombinierte flüssig und kam durch Hajime Hosogai (2.) und einen Kopfball von Stefan Kießling (6.) zu ersten Möglichkeiten.

Die Gäste offenbarten einige Lücken in der Hintermannschaft, spielten aber ihrerseits schnell in die Spitze und hatten durch einen Schuss von Jonathan Cristaldo, den Bayer-Keeper Bernd Leno zur Ecke lenkte, ihre erste Chance (11.).

Trainer-Duo baut um

Teamchef Sami Hyypiä und Trainer Sascha Lewandowski hatten ihr Team im Vergleich zum Wochenende gleich auf fünf Positionen umgebaut.

Die Außenverteidiger Daniel Schwaab und Hosogai rückten ebenso in die Startelf wie Kapitän Simon Rolfes, Karim Bellarabi und Renato Augusto.

[kaltura id="Wieder kein Sieg für den VfB " class="full_size" title="Leverkusen schafft nur Nullnummer"]

Die Gäste präsentierten sich als südamerikanische Auswahl rund um den ehemaligen Bayern-Spieler Jose Ernesto Sosa.

Fünf Argentinier und vier Brasilianer, darunter der inzwischen in der Ukraine eingebürgerte Edmar, liefen zu Beginn für Metalist auf.

Toprak verpasst die Führung

Mitte der ersten Halbzeit verflachte das Spiel zusehends. Leverkusen hatte sichtlich Probleme im Spielaufbau, leistete sich zahlreiche Fehlpässe und leichtfertige Ballverluste.

Hosogei (35.) zielte bei einer der wenigen Möglichkeiten weit übers Tor, Renato Augusto (36.) scheiterte an Schlussmann Alexander Gorjainow.

Sekunden vor dem Ende der ersten Halbzeit hätte Bayer aber in Führung gehen müssen. Doch Kießling wurde im letzten Moment im Fünfmeterraum abgeblockt, nach der anschließenden Ecke schoss Ömer Toprak aus wenigen Metern freistehend übers Tor (45.+1).

"Wir haben ein ordentliches Spiel gemacht", sagte Sportdirektor Rudi Völler zur Pause: "Es fehlt aber die letzte Entschlossenheit vor dem Tor."

Schürrle trifft die Latte

Dabei blieb es auch nach dem Wechsel. Zwar erwischte Bayer in Hälfte zwei erneut den besseren Start, doch Bellarabi (50.) und Renato Augusto (53.) fanden in Keeper Gorjainow ihren Meister.

Mit den Einwechslungen von Nationalspieler Andre Schürrle und Gonzalo Castro nach einer guten Stunde sorgte das Trainergespann noch einmal für ein bisschen frischen Wind, doch Bellarabi (66.) vergab die nächste gute Chance.

Eine Viertelstunde vor Schluss zog sich Stürmer Stefan Kießling bei einem Zweikampf eine Platzwunde zu und musste ausgewechselt werden.

In der 82. Minute hatte Schürrle mit seinem Schuss an die Unterkante der Latte Pech, zuvor war Bellarabi an Gorjainow gescheitert.

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