Rechtzeitig vor dem Start der Europameisterschaft (8. Juni bis 1. Juli) hat Co-Gastgeber Polen den Leichnam eines seiner größten Fußball-Helden aus den USA zurück in die Heimat geholt.

Kazimierz Deyna, in den siebziger Jahren Kapitän der erfolgreichen polnischen Auswahl, wird zwei Tage vor dem Turnier auf dem Warschauer Powazki Friedhof erneut bestattet. Das berichteten polnische Medien am Dienstag.

Deyna war 1989 in den USA gestorben und dort beerdigt worden.

Am 6. Juni wird vor dem Stadion des achtmaligen polnischen Meisters Legia Warschau zudem ein Denkmal enthüllt, das an den offensiven Mittelfeldspieler erinnert, der sein Team 1972 in München als Torschützenkönig zum Olympiagold führte. 1974 erreichte er mit Polen zudem den dritten Platz bei der WM in Deutschland.

Im Halbfinale hatte er in der denkwürdigen Regenschlacht in Frankfurt/Main 0:1 gegen den späteren Weltmeister Deutschland verloren. Insgesamt absolvierte Deyna 97 Länderspiele und erzielte dabei 41 Tore.

Deyna lief von 1966 bis 1978 für Legia Warschau auf, bevor er zu Manchester City wechselte. Von 1981 bis 1987 spielte er in der North American Soccer League für die San Diego Sockers.

Deyna starb im Alter von 41 Jahren bei einem Autounfall in San Diego.

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