Eintracht Frankfurt ist der direkte Wiederaufstieg in die Bundesliga teuer zu stehen gekommen. Wegen der geringeren Einnahmen ist das Eigenkapital der Hessen in der abgelaufenen Saison in der Zweiten Liga von 15,945 Millionen Euro auf 4,992 Millionen Euro gesunken.

Das teilte der Klub am Montag bei einer Finanz-Pressekonferenz mit.

"Die knapp elf Millionen Euro entsprechen dem, was wir geplant hatten. Leider haben wir es nicht geschafft, den Verlust über zusätzliche Pokalrunden zu reduzieren", sagte Eintracht-Finanzvorstand Thomas Pröckl, der am 1. Juni nach zwölf Jahren aus dem Vorstand ausscheidet. Nachfolger wird das bisherige Aufsichtsratsmitglied Axel Hellmann.

Die Spielzeit in der 2. Liga brachte zudem einen enormen Umsatzrückgang von 71,658 Millionen Euro (Saison 2010/2011) auf 45, 070 Millionen Euro.

"Der Abstieg bedeutet mehr als ein Jahr Verzögerung der sportlichen Entwicklung, weil wir in der Bundesliga nicht an dem Punkt beginnen können, an dem wir abgestiegen sind. Wir werden ein paar Plätze dahinter landen und müssen uns erst einmal auf die Position vorarbeiten, die wir 2010/2011 hatten", sagte Pröckl.

Auch wenn die Einschnitte schmerzhaft waren, sieht sie Pröckl doch als notwendig an: "Mit dem Aufstieg haben wir das Beste aus dem Abstieg gemacht. Es ist nicht nur halbwegs, sondern ganz ordentlich gut gegangen. Wir hatten ausreichend finanzielle Rücklagen, um die Saison so anzugehen, wie wir es getan haben. Mit weniger Mitteln wäre vielleicht auch der Aufstieg nicht gekommen", erklärte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Eintracht.

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