Knapp einen Monat vor dem Start der Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli) hat die polnische Polizei im Kampf gegen Hooligans 35 Verdächtige festgenommen.

Im Zuge mehrerer Razzien durchsuchten dabei etwa 300 Beamte 50 Privatwohnungen. Das gab die Behörde am Mittwoch bekannt.

Die vermeintlichen Gewalttäter sollen an verabredeten Kämpfen rivalisierender Hooligangruppen teilgenommen haben, die in den vergangenen Jahren in Polen einige Todesopfer forderten.

Die Festnahmen konzentrierten sich auf Fans der Zweitligaklubs Pogon Stettin und Piast Gleiwitz. Nach Polizeiangaben befanden sich die Verdächtigen bereits seit einem Kampf im November 2010 im Fokus der Ermittler. Im Falle einer Verurteilung drohen den Beteiligten Haftstrafen von bis zu drei Jahren.

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hatte in der Vergangenheit Polen mehrfach wegen Hooligan-Ausschreitungen kritisiert.

Die polnische Regierung hatte daraufhin für die EM schärfere Gesetze und eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Gewalttätern angekündigt.

Während der Endrunde werden in allen Arenen Gefängnisse und Räumlichkeiten für die neu eingeführten Schnellgerichte zur Verfügung stehen.

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