Schwergewichts-Weltmeister und EM-Botschafter Wladimir Klitschko verzichtet auf eine Reise zur EM-Endrunde in der Ukraine, ist aber gegen einen Boykott der Veranstaltung im Ganzen.

"Die EM wird positive Auswirkungen auf die Ukraine haben, weil alle Augen auf das Land gerichtet sind. Ich hoffe, alles entwickelt sich in die richtige demokratische Richtung", sagte der 36 Jahre alte Boxer, der am 7. Juli in Bern seine drei WM-Titel (WBA, IBF, WBO) gegen Tony Thompson aus den USA verteidigen wird.

Ebenso wie sein Bruder Vitali empfehle er jedoch den Fußballfans, in seine Heimat zu reisen: "Die EM-Besucher werden begeistert sein, unser Volk ist sehr gastfreundlich und freut sich auf dieses Event. Man darf die Menschen nicht enttäuschen."

Sein eigenes Fernbleiben begründete Klitschko auch mit der Vorbereitung auf den Thompson-Kampf in Stade de Suisse: "Ich konzentriere mich ganz auf den 7. Juli."

Gegen seinen vier Jahre älteren Kontrahenten erwartet der Titelverteidiger erneut einen vorzeitigen Sieg: "Ich war bisher bei jedem Rückkampf besser als beim ersten Aufeinandertreffen."

Klitschko und Thompson standen bereits im Juli 2008 in Hamburg gemeinsam im Ring, dabei ging der Rechtsausleger in der elften Runde k.o. "Dennoch darf ich nicht leichtsinnig werden, denn Thompson kennt mich durch viele Runden im Sparring besser als jeder andere Gegner", sagte Klitschko.

Der Außenseiter hofft, aus der Niederlage von vor vier Jahren gelernt zu haben. "Das war eine wertvolle Lektion für mich, das kann für Wladimir jetzt zum Nachteil werden. Ich werde der erste Schwergewichtsboxer sein, der mit über 40 Jahren noch Weltmeister wird", versprach Thompson.

Von den 30.000 zur Verfügung stehenden Eintrittskarten für die Arena am Standort des früheren Wankdorf-Stadions sind bereits 18.000 verkauft worden.

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