DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat die Politik und die Europäische Fußball-Union (UEFA) in der Diskussion um das richtige Verhalten gegenüber der Ukraine im Vorfeld der EM-Endrunde (8. Juni bis 1. Juli) in die Pflicht genommen.

"Ein klarer Standpunkt der UEFA wäre hilfreich für alle teilnehmenden Länder", sagte Niersbach am Donnerstag: "Aber die Grundposition, die Präsident Michel Platini hat, ist die, die auch der DFB als Sportverband hat: Bitte überfordert uns nicht. Das Problem muss die Politik lösen."

Einen sportlichen Boykott als Reaktion auf den Umgang der ukrainischen Regierung mit der inhaftierten und schwer erkrankten Oppositionellen Julija Timoschenko lehnt Niersbach weiter ab.

"Das darf, kann und wird nicht infrage kommen. Wir bereiten uns als DFB weiter sportlich, logistisch und auch politisch vor - wie seit Wochen", sagte der Verbandsboss: "Wir stehen mit der deutschen Botschaft, dem Goethe-Institut und der Menschenrechtsbeauftragten beim Auswärtigen Amt in Kontakt."

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