Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird seinen Nationalspielern in punkto politische Meinungsäußerung für die anstehende EM in der Ukraine und Polen keine konkreten Verhaltens-Empfehlungen geben.

In der Diskussion über die Menschenrechtsverletzungen in der Ukraine und die Behandlung der inhaftierten Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko dürfen sich die Profis also frei äußern.

"Das ist jedem Einzelnen selbst überlassen. Das sind alles junge und intelligente Kerle, die sich dafür interessieren, was in der Welt passiert. Sie sind durch uns informiert und können sich ihre eigene Meinung bilden", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach bei einer Veranstaltung am Mittwochabend in Frankfurt.

Unter anderem Ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger hatte die Nationalspieler zu politischen Meinungsäußerungen ermutigt. Der DFB will unmittelbar vor der EM weitere Aufklärungsarbeit leisten.

"Im Vorfeld dieses Turniers wird es eine ganz wichtige Rolle spielen, die Mannschaft einzustimmen", erklärte Niersbach und schloss einen EM-Boykott erneut kategorisch aus: `Wir haben uns klar positioniert. Auch in Kontakt mit der Bundesregierung. Ein sportlicher Boykott kommt nicht in Frage."

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