Cristiano Ronaldo wurde mit Real Madrid diese Saison spanischer Meister © getty

Deutschlands EM-Gegner trifft gegen Mazedonien das Tor nicht. Die Selecao lässt Dänemark alt aussehen. Polen scheint gerüstet.

München- Zwei Wochen vor der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine sucht nicht nur die deutsche Nationalmannschaft noch nach ihrer Form.

Auch die Gruppengegner des DFB-Teams, das 3:5 in der Schweiz verlor (Bericht), präsentierten sich nicht von ihrer besten Seite.

Weder Auftaktgegner Portugal (0:0 gegen Mazedonien) noch Dänemark (1:3 gegen Brasilien) konnten ihre Testspiele gewinnen - und auch die anderen EM-Teilnehmer benötigen anscheinend noch etwas Zeit, um nach den ersten Tagen im Trainingslager wieder auf Touren zu kommen.

Gastgeber Polen (1:0 gegen Slowakei) scheint dagegen schon jetzt für die Endrunde gerüstet. (GAMES: Das EM-Tippspiel)

Ronaldo bleibt blass

Der erste DFB-Gegner Portugal erwischte gegen Mazedonien einen ganz schwachen Tag.

Beim torlosen Unentschieden gegen äußerst defensiv eingestellte Mazedonier gelang den Portugiesen kaum eine durchdachte Aktion im Angriff. (DATENCENTER: Der EM-Spielplan)

Außer zahlreichen Distanzschüssen musste der mazedonische Schlussmann kaum Bälle abwehren. Auch Superstar Cristiano Ronaldo gelang es nicht, das Spiel seiner Mannschaft zu beleben.

Dänen chancenlos

Noch erfolgloser verlief der Auftritt der Dänen gegen Rekordweltmeister Brasilien. Beim 1:3 (0:3) in Hamburg war die Mannschaft von Trainer Morten Olsen, die auf den Stuttarter William Kvist verzichten musste, chancenlos.

Bereits in der ersten Halbzeit hatte der überragende Angreifer Hulk mit zwei Toren und seiner Beteiligung am Eigentor des Dänen Niki Zimling das Spiel zugunsten der Brasilianer entschieden.

"Gravierende individuelle Fehler"

Stürmer Nicklas Bendter gelang in der zweiten Hälfte nur der Anschlusstreffer für Dänemark, als der Gegner bereits aufgrund der hohen Temperaturen den Schongang eingelegt hatte.

"Wir haben gravierende individuelle Fehler gemacht und hatten besonders in den ersten 30 Minuten große Probleme. In der zweiten Halbzeit haben wir dann noch eine ordentliche Leistung gezeigt", sagte Morten Olsen.

Spanien überzeugt nicht

Welt- und Europameister Spanien gelang im Trainingslager im schweizerischen St. Gallen gegen Serbien immerhin ein 2:0 (0:0)-Erfolg. (SERVICE: Der EM-Rechner)

Doch überzeugen konnte die Mannschaft von Trainer Vicente del Bosque ebenfalls nur phasenweise. Debütant Adrian Lopez und Santi Cazorla per Foulelfmeter erzielten die Treffer für die Spanier.

Einen Tag vor der endgültigen Verkündung des EM-Kaders nutzte del Bosque die Partie allerdings auch für ein letztes Schaulaufen - insgesamt fünf Spieler feierten ihr Länderspiel-Debüt. (VORSCHAU: Gruppe C)

England gewann beim Debüt von Trainer Roy Hodgson nach einem Treffer von Ashley Young (9.) in Norwegen 1:0 (1:0).

Irland ringt Bosnien nieder

Auch die irische Auswahl durfte sich nach 90 Minuten gegen Bosnien-Herzegowina über einen Sieg freuen.

Doch beim schmeichelhaften 1:0 (0:0) war das Ergebnis aus Sicht des irischen Trainers Giovanni Trapattoni noch das Beste am Spiel.

Denn in Dublin präsentierten die Iren ihren Fans eine wenig überzeugende Leistung. Kurz vor Ende eines mittelmäßigen Spiels gelang dem eingewechselten Shane Long der Siegtreffer für die Gastgeber.

Polen stark

Den besten Eindruck 14 Tage vor dem Beginn der Endrunde hinterließ Gastgeber Polen. Zwar fiel der 1:0 (1:0)-Sieg gegen die Slowakei knapp aus. (VORSCHAU: Die Gruppe A)

Doch die Mannschaft um die drei Dortmunder Double-Sieger Lukasz Piszczek, Jakub Blaszczykowski und Robert Lewandoswki zeigte eine starke Leistung und hätte deutlich höher gewinnen können.

Das Tor des Tages im österreichischen Klagenfurt erzielte Abwehrspieler Damien Perquis in der 20. Minute nach einer Vorlage des Dortmunder Double-Siegers Lukasz Piszczek.

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