Eduard Geyer war der letzte Trainer der DDR-Nationalmannschaft © getty

Im Lizenz-Streit zwischen Zweitliga-Aufsteiger RB Leipzig und der Deutschen Fußball Liga (DFL) hat die ostdeutsche Trainer-Ikone Eduard Geyer die Parteien zu einem Kompromiss aufgefordert.

"Natürlich gibt es da ein paar Angriffspunkte, einiges wirkt sehr eigenbrötlerisch. RB wird sich den Gegebenheiten des deutschen Profifußballs anpassen müssen", sagte "Ede" Geyer: "Ich hoffe, dass sie am Ende die Lizenz bekommen, dann könnten sie einiges bewegen. Die Mittel dafür haben sie."

Der von einem Getränkehersteller finanzierte Klub hatte Einspruch gegen die Lizenzauflagen seitens der DFL eingelegt, spätestens am 28. Mai wird der Lizenzierungsausschuss eine Entscheidung fällen.

Eine Einigung bei einem wohl noch in dieser Woche angesetzten Gespräch zwischen Verein und DFL ist aber auch möglich.

Bei einer Lizenzerteilung könnten die finanzstarken "Roten Bullen" nach den Abstiegen von Dynamo Dresden und Energie Cottbus in die 3. Liga auf Anhieb die Rolle des Leuchtturms im Fußball-Osten übernehmen, glaubt Geyer.

"Gerade wir im Osten sehen doch, dass man ohne Geld im Profifußball nichts erreicht", sagte der frühere Trainer von Dresden, Cottbus und Sachsen Leipzig.

Auch das Imageproblem werde RB nicht aufhalten. "Das ist kein Klub, der geliebt wird", sagte Geyer: "Auf der anderen Seite kamen zu den zwei letzten Heimspielen in der 3. Liga jeweils 40.000 Zuschauer. Das gibt es auf der ganzen Welt nicht."

Der Ruf des "Retortenklubs" sei zumindest den meisten Leipzigern egal, meinte Geyer: "Die Querelen der anderen Vereine wie Lok oder Sachsen haben zu nichts geführt. Die Leipziger haben den Kanal voll, sie wollen guten Fußball sehen, und dann ist es ihnen egal, wie der Verein heißt."

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