Drittliga-Fußballer Clement Halet hat nach seinem Zusammenbruch am vergangenen Samstag Entwarnung gegeben und will schon am kommenden Wochenende wieder für Preußen Münster spielen. "Es ist alles in Ordnung. Ich fühle mich gut, habe keine Beschwerden und kann alles machen", sagt der 29-jährige Franzose nach einem Arztbesuch im Interview mit "DFB.de" und fügte an:

"Wenn der Arzt grünes Licht gibt, möchte ich gerne wieder ins Lauftraining einsteigen. Mein Ziel ist es, schon am Samstag im Spiel bei der SV Elversberg wieder zum Kader zu gehören."

Halet war in der 82. Minute des Drittliga-Spiels zwischen den Westfalen und Holstein Kiel (0:3) nach einem Zusammenprall bewusstlos liegen geblieben und musste ärztlich notversorgt werden, bevor er ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Am Mittwoch oder Donnerstag will er möglichst wieder ins Training einsteigen, nachdem der behandelnde Arzt ihm Mut gemacht habe.

"Er sieht keine Probleme. Bei der Ultraschalluntersuchung wurde keine Flüssigkeit im Brustbereich festgestellt. Zumindest bis Dienstag muss ich allerdings zur Sicherheit noch ein Langzeit-EKG tragen. Nach einer Blutabnahme wird entschieden, ob ich ein Belastungs-EGK absolvieren kann", berichtete Halet, der sich noch genau an den Vorfall von Samstag erinnert:

"Ich weiß noch genau, wie es passiert ist. Ich bekam das Hinterteil meines Gegenspielers in den Oberbauch. Kurz danach spürte ich einen heftigen Schmerz und bekam keine Luft mehr. Dann wurde ich kurz bewusstlos. Ich war aber nur einige Sekunden weg. Noch auf dem Platz fand ich wieder zu mir. Ich fühlte mich müde und kraftlos, konnte mich kaum bewegen."

Der ehemalige Aalener bestritt aber, dass er wiederbelebt werden musste: "So schlimm war es glücklicherweise nicht. Durch die Prellung des Oberbauchs und des Brustkorbs gingen die Herzfrequenz und der Blutdruck runter. Deshalb auch die Bewusstlosigkeit. Wiederbelebungsmaßnahmen mussten aber nicht eingeleitet werden."

Halet bedankte sich für die vielen guten Wünsche, die ihm anschließend zuteil wurden, unter anderem von FIFA-Präsident Joseph Blatter per Twitter. "Das und alle anderen Nachrichten haben mich selbstverständlich sehr gefreut. So viele SMS und E-Mails wie nach dem Kiel-Spiel habe ich selten erhalten", sagte der Verteidiger, der auch schon mit seinem Gegenspieler in dieser prekären Situation gesprochen hat:

"Auch mit Fiete Sykora hatte ich schon Kontakt. Er hat sich bei mir entschuldigt. Aus meiner Sicht war es aber ein normaler Zweikampf. Es war bestimmt keine Absicht."

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