Jerome Boateng hat genug vom ständigen Positionswechsel in der Nationalmannschaft und sieht sich wie bei seinem Verein FC Bayern fortan nur noch als Innenverteidiger:

"Ich sehe mich jetzt absolut in der Innenverteidigung, das ist schon immer mein Ziel gewesen. Ich glaube, ich habe zweimal bei Turnieren auf außen ausgeholfen. Jetzt ist es an der Zeit, dass ich auf meiner Position spiele", sagte der 24-Jährige der "tz".

Boateng setzt Bundestrainer Jogi Löw damit unter Druck, die gleiche Wertschätzung wie beim Triplesieger FC Bayern zu erhalten.

Bei den Münchnern absolvierte er in der letzten Saison alle seine 26 Bundesligaspiele in der Zentrale, auch internationale Erfahrung im Champions-League-Halbfinale und -Finale sammelte er in der Innenverteidung. Zum Saisonauftakt gegen Borussia Mönchengladbach (3:1) bekam Boateng den Vorzug vor Javi Martinez in der Deckungszentrale

Im Länderspiel gegen Paraguay am Mittwoch (20.45 Uhr) soll Boateng gemeinsam mit dem Dortmunder Mats Hummels zentral verteidigen - wegen der langfristigen Verletzung von Bayern-Abwehrkollege Holger Badstuber (Kreuzbandriss) könnte dies eine Lösung für die Zukunft werden.

Bisher gab Löw in der Innenverteidigung meist Per Mertesacker (FC Arsenal) oder Benedikt Höwedes (FC Schalke) den Vorzug.

Nun peilt Boateng auch im DFB-Team den Stammplatz an - gleichzeitig sieht er die derzeitige Verfassung der Bayern-Defensive kritisch: "Man hat natürlich gesehen, dass es ein paar Abstimmungsfehler drin waren und dass wir auch nach hinten besser arbeiten können."

Er selbst kann das schon am Mitttwoch in der Nationalmannschaft beweisen - als Innenverteidiger.

Hier weiterlesen: DFB-Kader gegen Paraguay

Weiterlesen