Meino Heyen hat sich mit sofortiger Wirkung als Aufsichtsratsvorsitzender und Präsident des Drittligisten Alemannia Aachen zurückgezogen.

Das teilte der Traditionsverein am Donnerstag mit. "Ein Neuanfang ist notwendig - auch in den Gremien. Selbstverständlich werde ich weiter aktiv dabei helfen, die offenen Fragen der Vergangenheit aufzuklären", sagte Heyen.

Den Gremienmitgliedern hatte der 66-Jährige seinen Rückzug bereits am Mittwoch mitgeteilt. "Ich hätte mir natürlich einen anderen Ausstieg gewünscht", wird Heyen von den Aachener Nachrichten zitiert.

Alemannia Aachen hatte am vergangenen Freitag einen Insolvenzantrag in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Aachen gestellt. Diesem wurde am Mittwoch stattgegeben und Rechtsanwalt Rolf-Dieter Mönning zum vorläufigen Sachwalter bestellt.

Für die Phase der Sanierung übernimmt Michael Mönig, der bisherige Restrukturierungsbeauftragte der Alemannia, den Posten des Geschäftsführers.

Ziel des Zweitliga-Absteigers ist die Sanierung, um befreit in der Regionalliga neu zu starten. Die Alemannia hatte zuletzt eine Liquiditätslücke von 4,5 Millionen Euro offengelegt.

Hintergrund der finanziellen Probleme sind neben dem Zweitliga-Abstieg besonders die Kosten für den Neubau des Tivoli-Stadions.

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