Klub-Ikone Juri Schlünz ist in den Vorstand des Drittligisten Hansa Rostock berufen worden.

Damit folgte der Aufsichtsrat einstimmig dem Vorschlag von Vorstandschef Bernd Hofmann und reagierte auf die anhaltende Führungskrise.

"Es ist wichtig, dass kurzfristig wieder Ruhe bei unserem FC Hansa einkehrt. Juri Schlünz hat sich deshalb dankenswerterweise dazu bereit erklärt, die satzungsmäßige Vakanz des fehlenden Vorstandsmitglieds zu beheben", sagte Hofmann.

Um die Geschäftsfähigkeit des Zweitliga-Absteigers zu erhalten, haben sich die Gremien `im Interesse des Vereins gemeinsam entschlossen, eine interne Lösung für die Position des Vorstandes Sport zu finden", hieß es in einer Mitteilung.

Die Beförderung von Schlünz, der bislang Rostocks Nachwuchsakademie leitete, dürfte dem Klub eine kostspielige Neueinstellung erspart haben.

Schlünz wird seinen bisherigen Job als Leiter der Nachwuchsakademie weiter ausüben. Sein Vertrag als Vorstandsmitglied läuft bis Juni 2014. Für die Zeit danach liebäugelt er mit der Rückkehr in seinen alten Job.

"Bei zukünftigen strukturellen Überlegungen des Vereins zur Ausrichtung der einzelnen Vorstandsämter werde ich mich gegebenenfalls wieder meinem bisherigen Aufgabengebiet widmen", sagte Schlünz.

Der 51-Jährige gilt als Hansa-Urgestein. Der ehemalige Mittelfeldspieler absolvierte für die Rostocker 356 Spiele und erzielte 77 Tore. Seit seinem Karriere-Ende als Profi war Schlünz in mehreren Funktionen für die Mecklenburger aktiv.

Hofmann war zuletzt mit einem Vorschlag für die Nachfolge des zurückgetretenen Sportvorstands und Managers Stefan Beinlich gescheitert. Der ehemalige Hansa-Profi Beinlich hatte Anfang Juni nach zweijähriger Amtszeit und dem Abstieg aus der Zweiten Liga seinen Rücktritt erklärt.

Wäre Hofmann auch mit Schlünz als Kandidat gescheitert, hätte der gesamte Hansa-Vorstand laut Satzung seine Arbeit niederlegen müssen.

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