Der wirtschaftlich angeschlagene Drittligist VfL Osnabrück erhält Unterstützung von der Stadt.

Der Rat der Stadt Osnabrück stimmte am Dienstagabend einem Plan zu, der die Veräußerung von Vereins-Immobilien und die Tilgungsaussetzung für Kredite des Klubs vorsieht. Das teilte der Verein auf seiner Homepage mit.

"Das war heute ein klares Bekenntnis für den VfL als Imageträger der gesamten Region", sagte VfL-Präsident Gert Lehker: "Wir freuen uns natürlich sehr, dass die Gebietskörperschaften hier Verantwortung übernommen und damit auch dem Wunsch der Bevölkerung Rechnung getragen haben, dem VfL in dieser schwierigen Situation zu helfen."

Kurzfristig muss der Klub ein Finanzierungsloch schließen, um die Hinterlegung der Liquiditätsreserve für die Saison 2012/13 abzusichern. Zu diesem Zweck sollen unter anderem die Geschäftsstelle, die Nordtribüne und einige VIP-Logen des Stadions nach dem "Sale and lease back"- Modell an eine Beteiligungsgesellschaft verkauft werden. Zudem wird dem VfL von Juli 2012 bis Juni 2013 eine Aussetzung der Rückzahlung seiner Kredite gewährt.

"Die wesentlichen Voraussetzungen zur Hinterlegung der Liquiditätsreserve dürften wir damit erfüllt haben", sagte Lehker. Auch die Stadtwerke und die Sparkasse Osnabrück beteiligen sich an dem Rettungspaket.

Bereits vor Beginn der vergangenen Saison hatte der Zweitliga-Absteiger um die Lizenz bangen müssen. In der abgelaufenen Spielzeit verpasste Osnabrück den Wiederaufstieg deutlich.

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