Der finanziell angeschlagene Absteiger Hansa Rostock darf auf Hilfe durch das Land Mecklenburg-Vorpommern hoffen.

Wie Innen- und Sportminister Lorenz Caffier mitteilte, sei das Land bereit, auf 38 Prozent seiner Steuerforderungen zu verzichten, sollten auch alle weiteren Gläubiger mitziehen.

Am Mittwoch hatte die Bürgerschaft der Stadt Rostock ein Rettungspaket für den Traditionsverein beschlossen und die Insolvenz Hansas damit verhindert.

Der Maßnahmenkatalog sieht vor, dem Drittligisten einen Teilerlass der 4,5 Millionen Euro Steuerschulden in Höhe von rund 680.000 Euro zu gewähren.

Zudem soll es eine direkte Finanzspritze von 750.000 Euro geben. Außerdem soll die Stadt das Trainingszentrum des Vereins zurückkaufen.

Dem Schuldenerlass müssen neben Stadt und Land nun noch zwei Banken (DKB/Ostseesparkasse) zustimmen. Dies ist allerdings nur Formsache, da beide Banken an der Erstellung des Sanierungskonzeptes mitgewirkt haben.

Zudem will Mecklenburg-Vorpommern der Stadt Rostock Finanzmittel für Investitionen zur Verfügung stellen.

"Damit hat sie Freiräume für freiwillige Leistungen, und es dürfte ihr somit leichter fallen, Hansa Rostock zu unterstützen", hieß es in einer Pressemitteilung.

Die Stadt hat für drei größere Baumaßnahmen beim Land insgesamt 2,2 Millionen Euro Fördermittel beantragt.

"Das Land ist nicht verpflichtet, sich bei solchen Investitionen zu beteiligen, aber wir werden der Stadt diese Fördergelder nach erfolgter Prüfung gewähren", sagte Caffier

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