Jahn Regensburg spielte erstmals in der Saison 2003/04 in der 2. Liga © getty

Die Oberpfälzer dürfen weiter von der Zweitliga-Rückkehr träumen. Die Relegation könnte der letzte Auftritt des Trainers sein.

München - Jahn Regensburg darf weiter von der Rückkehr in die 2. Bundesliga träumen.

Den Ostbayern reichte am 38. und letzten Spieltag der 3. Liga gegen Absteiger Carl Zeiss Jena ein 1:1 (1:0), um sich für die beiden Relegationsspiele gegen den Karlsruher zu qualifizieren (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Regensburg hat am 11. Mai zunächst Heimrecht, das Rückspiel findet am 14. Mai statt.

Der Gegner wird erst beim Saisonfinale der 2. Liga am Sonntag ermittelt.

Mögliche Kontrahenten der Regensburger sind Alemannia Aachen, der Karlsruher SC, Erzgebirge Aue und Energie Cottbus.

Gerber angefressen wegen Weinzierl

Die Relegationsspiele könnten auch die letzten Auftritte für Erfolgstrainer Markus Weinzierl für den Jahn sein.

Der ehemalige Bayern-Profi wird aller Voraussicht nach beim Bundesligisten FC Augsburg zur kommenden Saison die Nachfolge von Jos Luhukay antreten, was in Regensburg am Wochenende ein mittleres Erdbeben ausgelöst hat.

"Wir waren völlig überrascht, wir wussten von nichts. Das war für uns ein echter Hammer, der zum ungünstigsten Zeitpunkt kam", sagte Regensburgs Sportchef Franz Gerber am Samstag dem "Bayrischen Rundfunk".

Der frühere Profi ist richtig sauer auf die Schwaben: "Es ist schade, dass uns eine Indiskretion in Augsburg jetzt das Leben so schwer macht."

"Natürlich würde ich gerne in der ersten Liga trainieren"

Gerber geht fest davon aus, dass Weinzierl zum FCA wechselt.

"Er hat mich über den Stand der Dinge informiert. Er hat bestätigt, dass er Kontakt mit Augsburg hat, aber auch versichert, dass noch nichts unterschrieben ist. Wir müssen aber damit rechnen, dass er uns verlässt."

Weinzierl selbst sprach nach dem Abpfiff durch die Blume.

"Natürlich würde ich gerne in der ersten Liga trainieren. Wenn eine solche Anfrage kommt, ist das auch ein Kompliment für die Mannschaft", sagte der Jahn-Coach, der sich ebenso wie seine Spieler ein knallrotes T-Shirt überstreifte: "Eine Stadt, ein Team, ein Traum."

Schweinsteiger ebnet den Weg

Die Mannschaft schien durch diese Personalie gegen die Thüringer trotz leichter Feldüberlegenheit zunächst verunsichert.

Erst nach der Führung durch Kapitän Tobias Schweinsteiger (40.), der im Sommer zur zweiten Mannschaft von Bayern München wechseln wird, schienen die Gastgeber an Sicherheit gewonnen zu haben.

Danko Boskovic (56.) machte die Partie vor 7.624 Zuschauern im ausverkauften Stadion dann aber noch einmal spannend.

Sieg beim Meister reicht nicht

Der 2:1-Erfolg von Regensburgs Verfolger 1. FC Heidenheim beim künftigen Zweitligisten SV Sandhausen half Heidenheim nicht mehr, da Regensburg durch das 1:1 einen Punkt Vorsprung auf die Baden-Württemberger hat.

Marc Schnatterer (19., Foulelfmeter) und Marc Sailer (45.) trafen für die Gäste. Marco Pischorn (26.) erzielte das zwischenzeitliche 1:1.

Sandhausen sicherte sich trotz der Niederlage auch die Meisterschaft in der 3. Liga, da Mitaufsteiger VfR Aalen 0:4 (0:1) gegen den VfL Osnabrück unterlag und sich damit ein wenig die Feierstimmung verdarb.

Im Tabellenkeller unterlag Rot-Weiß Oberhausen mit Trainer Mario Basler 0:4 (0:1) bei Rot-Weiß Erfurt und belegt damit in der Endabrechnung Platz 19, was noch wichtig werden könnte.

Hoffnung bei Basler-Klub

Zwar sind Jena und RWO seit dem vergangenen Wochenende sportlich abgestiegen.

Doch aufgrund der unklaren Situation der Konkurrenten Hansa Rostock und SpVgg Unterhaching, die um die Lizenz für die kommende Saison in der 3. Liga bangen, besteht noch ein Fünkchen Hoffnung auf den Klassenverbleib.

Angeblich sollen sogar noch mehr Vereine in dieser Liga massive wirtschaftliche Probleme haben.

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