Andreas Möller spielte mit Unterbrechung fünf Jahre bei Eintracht Frankfurt © Getty Images

Andreas Möller soll als neuer Sportdirektor der Kickers Offenbach dem Zweitliga-Absteiger zum Wiederaufstieg verhelfen.

"Der Rückwärtsgang muss raus. Ich will mithelfen, dass der OFC zurück in die 2. Liga kommt", sagte der 40-Jährige bei seiner Vorstellung auf dem Bieberer Berg am Donnerstagabend.

Wenige Stunden zuvor hatte der 85-malige Nationalspieler seinen Abschied als Trainer bei Oberligist Viktoria Aschaffenburg bekanntgegeben.

Pikante Verpflichtung

Der Weltmeister von 1990 und Europameister von 1996 soll in Offenbach in die sportliche Leitung integriert werden und den neuen Trainer Hans-Jürgen Boysen unterstützen.

Allerdings ist die Verpflichtung von Möller für die OFC-Fans pikant, da der frühere Mittelfeldspieler zwischen 1995 und 2004 als Profi dreimal bei Offenbachs Erzfeind Eintracht Frankfurt unter Vertrag stand.

"Wenn wir Erfolg haben, wird meine Vergangenheit bei der Eintracht keine Rolle spielen", meinte Möller.

Abschied hat sich abgezeichnet

In Aschaffenburg hatte Möller trotz des bereits feststehenden Aufstiegs in die Regionalliga zuletzt bereits angedeutet, die Unterfranken nach nur einem Jahr als Trainer den Rücken kehren zu wollen.

Hintergrund soll die finanzielle Situation bei der Viktoria sein. Vizepräsident Hans-Peter Knecht befürchtet nun sogar, die Lizenz für die kommende Saison nicht zu bekommen, da durch den Weggang Möllers etliche Sponsoren wegfallen könnten.

Aschaffenburg vor dem Aus?

Zudem habe Möller immer wieder zu verstehen gegeben, in Augsburg bleiben zu wollen.

Nun aber seien "durch diese Situation der Viktoria für die Lizenzierung so wichtigen wirtschaftlichen Voraussetzungen zurzeit nicht mehr gegeben", so Knecht.

Nach Vereinsangaben liegen die aktuellen Verbindlichkeiten im untereten sechsstelligen Bereich und sind durch mittel- und langfristige Verträge abgedeckt.