Dennis Brinkmann hat Vertrag bis 2009 bei Eintracht Braunschweig © getty

Die neugeschaffene eingleisige Dritte Liga steht in den Startlöchern. Am 25. Juli findet das Eröffnungsspiel zwischen Rot-Weiss Erfurt und Dynamo Dresden statt.

München - In einer letzten Sitzung diskutierten die Vertreter der Vereine letzte Details zur Vorbereitung auf die neue Saison.

"Ich bin nunmehr überzeugt davon, dass wir alle mit einer sehr positiven Grundstimmung in die Premierensaison starten werden", sagte DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach:

"Diese Aufbruchstimmung benötigen wir auch, denn die Dritte Liga soll eine Qualitätsmarke werden."

Für diese Qualität sorgen in erster Linie die zahlreichen Traditionsklubs.

Sport1.de stellt die namhaften Vereine mit der großen Vergangenheit vor:

Eintracht Braunschweig

Erst am letzen Spieltag sicherte sich der Deutsche Meister von 1967 die Qualifikation zur eingleisigen Dritten Liga. Für die kommende Saison müssen im "Eintracht-Stadion" schwerwiegende personelle Abgänge im Angriff kompensiert werden.

Lars Fuchs hat den Verein in Richtung Osnabrück verlassen und Dominick Kumbela streift sich in der kommenden Saison das Trikot von Ligakonkurrent Paderborn über. Mit Sreto Ristic (Sandhausen) und Andre Schembri (Jena) verließen zwei weitere Offensivkräfte die Eintracht.

Für die neue Saison konnte der Sportliche Leiter Marc Arnold mit Jan Schanda einen gestandenen Zweitligaakteur verpflichten. Im Angriff setzt der Verein auf bislang unbekannte Spieler. "Mit Fait-Florian Banser, Riley O'Neill, Kingsley Onuegbu und Smail Morabit seien vier offensive Spieler geholt worden, die allesamt sehr gute Perspektiven hätten" so Arnold.

Union Berlin

Nach einem Fehlstart in die abgelaufene Spielzeit sicherten sich die "Eisernen" vorzeitig die Qualifikation zur neuen Dritten Liga und schnupperten bis zum letzten Spieltag sogar am Aufstieg zur Zweiten Liga.

Für die neue Saison hat Coach Uwe Neuhaus noch kein Saisonziel ausgegeben. Grund dafür ist die noch nicht abgeschlossene Personalplanung an der Alten Försterei. Derzeit geben sich die Probespieler bei Union die Klinke in die Hand. Auch der in Berlin bekannte Name Bastürk war dabei. Dabei handelt es sich um den Neffen des Ex-Herthaners Yildiray, Erdal.

Der erfahrendste Neuzugang der Köpenicker ist Hüzeyfe Dogan, der in der Saison 2002/03 im Champions League-Kader von Bayer Leverkusen stand.

Den Verein wegen Disziplinlosigkeit verlassen muss hingegen Guido Spork. Grund war wohl ein Streit mit Sportdirektor Christian Beeck.

Derweil werkeln an der Alten Försterei viele fleißige Helfer, um das marode Stadion schnellstmöglich fit für die Dritte Liga zu machen. Bis dahin werden die "Eisernen ihre Spiele im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark in Pankow austragen.

Erzgebirge Aue

Nach fünf Jahren Zugehörigkeit zur Zweiten Liga musste Erzgebirge Aue den Abstieg in die neugeschaffene Dritte Liga verkraften. Gegenwärtig ist der Umbruch des DDR-Meister der Jahre 1956, 1957 und 1959 vor allem beim Training zu spüren.

Trainer Heiko Weber muss sich an viele neue Gesichter gewöhnen. Lediglich drei Profis der Abstiegssaison halten den Sachsen die Treue. Die Verantwortlichen haben um die verbliebenen Skerdilaid Curri, Tomasz Kos und Thorsten Paulus einen Team den Namenlosen aufgebaut.

Weber ist deshalb vorsichtig bei der Formulierung der Saisonziele. Das Wort Aufstieg nimmt der Coach nicht in den Mund um die junge Mannschaft nicht unter Druck zu setzen.

Vielmehr möchte Weber die Zuschauer zunächst mit attraktivem Fußball begeistern und dann den Blick nach oben in der Tabelle richten. Im Testspiel gegen den georgischen Meister Dynamo Tiflis überzeugt die neuformierte Mannschaft bereits und gewann mit 2:1.

Stuttgarter Kickers

Lange Zeit schien es bei den Stuttgarter Kickers sowohl sportlich als finanziell nicht für die Dritte Liga zu reichen.

Doch nun ist die neue Profiliga am Degerloch Realität und Coach Ralf Minkwitz hat die Aufgabe, mit einem Team, dass vom Marktwert auf dem vorletzten Rang der Liga liegt, die Klasse zu halten. Der 24-Mann-Kader wird lediglich von Jahn Regensburg im Marktwert unterboten.

"Für uns gilt, dass wir uns zunächst in der neuen Dritten Liga etablieren wollen", so Trainer Minkwitz' Perspektive auf die kommende Spielzeit.

"Erschwerend kommt hinzu, dass die Vereine aus der letztjährigen Regionalliga Nord nur schwer einzuschätzen sind", sagte Minkwitz weiter.

Benjamin Bauer