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Bundestrainer Joachim Löw geht davon aus, seinen Vertrag bis 2016 zu erfüllen - eine endgültige Entscheidung darüber wird aber erst nach der Endrunde in Brasilien fallen.

"Ohne Spekulationen anzuheizen: Ich weiß natürlich, dass ein Nationaltrainer immer an dem gemessen wird, was bei einem Turnier passiert", sagte Löw: "Nach der WM wird sich unser Team der sportlichen Leitung sicher mit den Verantwortlichen zusammensetzen und das Turnier in Ruhe analysieren."

Löw erklärte, er sei von "2006 aus betrachtet einer der ganz wenigen, der noch im Amt übrig geblieben ist. Fast alle anderen Verbände haben seitdem den Trainer gewechselt, den Schnitt gibt es immer nach einem Turnier." Er gehe aber "aktuell davon aus, dass ich bis 2016 dabei bleibe".

Konkrete Gedanken an die Zeit danach habe er nicht, versicherte der 54-Jährige. Er habe "eine wunderschöne, wichtige Aufgabe, die mir nach wie vor wahnsinnig viel Spaß macht. Ich will aber auch nicht ausschließen, dass ich irgendwann noch einmal für einen Verein arbeite."

Die Möglichkeiten dazu habe er "in den letzten Jahren immer mal wieder gehabt. Das kam bisher für mich nie in Frage."

Bei der Vertragsverlängerung im Oktober 2013 sei es ihm wie auch dem Verband um eine grundsätzliche Übereinkunft gegangen.

"Mir war wichtig, dass der DFB und die Verantwortlichen mit Präsident Wolfgang Niersbach und Generalsekretär Helmut Sandrock an der Spitze auch voll und ganz hinter unserem Konzept stehen", betonte Löw, der nach dem "Sommermärchen" 2006 vom Assistenten zum Bundestrainer aufgerückt war:

"Ich spüre hier die volle Rückendeckung, deshalb gehe ich im Moment davon aus, dass wir - wenn alles so läuft, wie wir uns das vorstellen -, bis 2016 beim DFB sind und unsere Mission weitergeht."

Sehr unwahrscheinlich ist für Löw, dass er diese Mission im Falle des Titelgewinns für erfüllt und damit beendet ansieht. "Darüber denke ich nicht nach, ich bin voll konzentriert auf die WM", erklärte er:

"Wenn der Titel erreicht sein sollte, wäre das ein tolles Gefühl. Es könnte schon gut sein, dass dies auch zusätzliche Motivation für die kommenden Jahre wäre. So wie bei Vicente del Bosque (Spaniens Nationaltrainer, d. Red.), der nach der WM auch die EM gewinnen wollte."

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