Auch der WM-Spielort Fortaleza gibt es eine erhöhte Gefahr der Fieber-Infektion © getty

Zwei Gruppenspiele der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Brasilien finden in erklärten Dengue-Fieber-Risikogebieten statt.

Laut einer Studie einheimischer und europäischer Forscher besteht in Deutschlands beiden Spielorten Fortaleza und Recife sowie in Natal eine höhere Gefahr der Infektion mit dem schlimmstenfalls auch tödlich wirkenden Virus als in den neun anderen WM-Städten.

In Fortaleza bestreitet das deutsche Team am 21. Juni sein zweites Gruppenspiel gegen Ghana, Recife ist fünf Tage später Schauplatz des Vorrunden-Abschlusses gegen die USA.

Die Wissenschaftler rufen die brasilianischen Behörden in ihrem Beitrag für die Fachzeitschrift "The Lancet Infectious Diseases" zur Verhinderung einer Epidemie zu Vorsorgemaßnahmen auf.

Ihre Warnungen aufgrund eines "relativ hohen Risikos" in den drei WM-Städten basieren auf Auswertungen von Dengue-Fieber-Fällen in den zwölf WM-Städten sowie 541 weiteren "Mikroregionen" in Brasilien seit 2000.

Das Dengue-Virus wird vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten durch Moskitos übertragen. Symptome gleichen oft einer schweren Grippe, in selteneren Fällen kann Lebensgefahr entstehen. Brasiliens rund sieben Millionen Dengue-Fieber-Fälle seit 2000 bedeuten die höchste Infektionsrate weltweit. Impfungen und andere Behandlungsfirmen existieren nicht.

Weiterlesen