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Bundestrainer Joachim Löw wird vor der WM in Brasilien selbst den schweren Gang antreten und alle durchs Raster gefallenen Spieler informieren.

"Die Absagen übernehme ich", sagte Löw der Tageszeitung "Die Welt":

"Außer es betrifft einen Torhüter. Das würde dann Andreas Köpke übernehmen. Er ist die ganze Saison mit den Torhütern in Kontakt, so haben wir das innerhalb unseres Trainerteams mit Andy Köpke und Hansi Flick abgesprochen."

Nominiert wird das vorläufige Aufgebot am Donnerstag um 12.30 Uhr in der DFB-Zentrale in Frankfurt/Main. Informiert werden die Spieler erst am Mittwochabend - auch damit nichts nach außen dringt.

"Es wäre nicht gut, wenn solche sensiblen Themen vorher publik würden. Also machen wir das sehr nah am Termin der Pressekonferenz", erklärte Löw.

Der Begriff Mitleid bei einer Absage treffe es "nicht ganz", meinte der 54-Jährige: "Natürlich sind da Emotionen im Spiel, klar. Ich spüre auch, was da in dem Spieler vorgeht, der da am anderen Ende der Leitung enttäuscht, traurig oder vielleicht sogar verärgert ist. Aber in meinen Entscheidungen kann ich mich davon nicht leiten lassen."

Nach bereits drei Turnieren als verantwortlicher Trainer hat Löw bereits einige Erfahrungswerte, wie die betroffenen Spieler reagieren. "Sie haben sich das ganze Jahr vorbereitet auf eine WM, sind ehrgeizig und wollen sich mit den Besten der Welt messen - eine größere Plattform und größere Motivation für einen Fußballer gibt es nicht", sagte er:

"Eine WM ist ein absolutes Highlight. Von daher weiß ich natürlich, wie schwer es einem Spieler fällt, wenn es ihn trifft und er von mir erfährt, dass er nicht dabei sein kann. "

Er versuche deshalb immer, vor allem bei jungen Spielern auch Perspektiven aufzuzeigen für mögliche weitere Turniere: "Es ist nun mal so, dass ich letztendlich nur 23 Spieler mitnehmen kann."

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