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Kurz vor der Auslosung der WM-Gruppen am kommenden Freitag blickt Bundestrainer Joachim Löw schon Richtung Endrunde und warnt vor den Bedingungen vor Ort.

"Wer beginnt, mit diesen Dingen zu hadern und zu lamentieren, der hat schon verloren, der vergeudet zu viel Energie. Wir wissen, dass es Unwägbarkeiten geben wird, aber mit diesen werden wir leben müssen", sagte er im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Die Spieler um Kapitän Philipp Lahm müssten sich allein auf Fußball fokussieren, unterstrich der Bundestrainer, "und alles andere komplett ausblenden. Die Uhren ticken dort anders. Da ist es laut, da ist es heiß. Aber wer Weltmeister werden will, muss das alles verdrängen. Ich bin mir aber sicher, dass wir das bewältigen."

Seit seinem Besuch im Sommer beim Confed Cup beschäftigen den 53-Jährigen die besonderen Begebenheiten im Gastgeberland, in dem "eine Urkraft" herrsche, "eine Energie für Fußball, die ich so noch nicht erlebt habe".

Das Klima sei zudem speziell. "Die Bedingungen können ständig wechseln, die Luftfeuchtigkeit kann extrem hoch sein. Die Reisezeiten, die Entfernungen, die Organisation sind ganz anders als in Europa", sagte Löw nach seinen ersten Erfahrungen.

Die Vorfreude auf die WM ist bei ihm dennoch spürbar. "Ich bin auf jeden Fall mit großer Freude in Brasilien. Das ist das Fußball-Land schlechthin. Diese Begeisterung, diese Intensität habe ich so noch nie erlebt. Das wird eine sehr emotionale WM werden", betonte er.

Trotz aller Unwägbarkeiten hat der Bundestrainer genaue Vorstellungen von seinem 112. Länderspiel. "Natürlich wäre es ein Traum, wenn dieses in Rio stattfinden würde. Und wenn wir dann schon im Finale stehen, dann wollen wir es natürlich auch gewinnen. Aber bis dahin ist es noch ein sehr, sehr weiter Weg."

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