DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat die frühzeitige Ankündigung einer Bewerbung um die EM 2024 mit einer Parallele zur Heim-WM 2006 begründet.

"Das DFB-Präsidium hat 1992 den Beschluss zur WM-Bewerbung 2006 gefasst, 14 Jahre vor dem Turnier", sagte Niersbach in Nürnberg.

"Also ist die EM 2024 ein Fernziel, eine Langzeitplanung. Es ist ein klares Ziel, eine Vision", sagte Niersbach. Zudem setze der Deutsche Fußball-Bund damit ein Signal.

"Ihr wisst es, aber es wissen auch die Anderen", sagte der DFB-Präsident in Richtung des im Nürnberger Messezentrum anwesenden UEFA-Chef Michel Platini und an die Adresse möglicher Konkurrenten.

Eine frühzeitige Bewerbung sei auch aus Planungsgründen wichtig. "18 Jahre nach der WM 2006 müssen die Stadien wieder neu angestrichen und der eine oder andere Nagel in die Wand geschlagen werden", sagte Niersbach.

Am Donnerstag hatte der DFB-Chef mit der Ankündigung einer deutschen EM-Bewerbung für 2024 die Delegierten des Bundestages überrascht.

Die UEFA hat das Bewerberverfahren noch nicht eröffnet.

Die Turniervergabe erfolgt frühestens 2017. 2016 findet die EM in Frankreich statt.

Für 2020 ist ein Trans-Europa-Turnier in 13 Ländern geplant. Deutschland kandidiert dafür mit München als Spielort.

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