Nach dem 3:3 der deutschen Nationalmannschaft im Testspiel gegen Paraguay hat Oliver Kahn die Defensivarbeit des DFB-Teams und dabei auch zahlreiche Leistungsträger kritisiert.

"Die Mannschaft von Joachim Löw hat in der WM-Qualifikation bislang im Schnitt 1,2 Gegentreffer kassiert", monierte der Ex-Nationaltorwart in seinem Blog bei "Bild".

Das seien deutlich mehr als bei anderen großen Fußballnationen wie den Niederlanden, Spanien oder England.

Insbesondere die deutschen Offensivspieler wie Mesut Özil, Mario Götze, Marco Reus oder Toni Kroos müssten sich in der Rückwärtsbewegung besser verhalten.

"Die Spanier haben es verinnerlicht, dass sich bei Ballverlust alle Spieler sofort am Defensivspiel durch geschicktes Gegenpressing und intelligentes Zustellen der Räume beteiligen", so Kahn.

Einen weiteren Grund für die vielen Gegentore sieht der Ex-Bayern-Profi in der Philosophie des Nationaltrainers, brenzlige Situationen auch in der Defensive immer spielerisch lösen zu wollen.

"Im Sinne der Variabilität des Spiels schadet es nicht, auch mal einen gezielten langen Pass nach vorne zu spielen, wie es Mats Hummels beim BVB immer wieder macht", so Kahn mit Verweis auf den Abwehrmann von Borussia Dortmund.

Hummels' Innenverteidiger-Kollegen Per Mertesacker sieht Kahn derweil in seiner Entwicklung stagnieren.

Sollte sich Jerome Boatengs Aufwärtstrend fortsetzen, werde der Münchner daher in Zukunft in der Abwehrzentrale gesetzt sein, erklärte Kahn.

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