Bundestrainer Joachim Löw will mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) wie geplant nach erfolgreicher WM-Qualifikation das Gespräch über seine Zukunft suchen, sieht einen neuen Vertrag bis zur WM-Endrunde 2014 aber nicht als zwingend an.

"Ein Störfeuer wäre das für mich keines. 2010 bin ich auch ohne Vertrag ins Turnier und habe es damals auch nicht so empfunden. Ich kann mit der Situation umgehen", sagte Löw am Donnerstag: "Auch bei der Mannschaft hatte ich nie das Gefühl, dass die Konzentration und der Fokus fehlen. Jeder hat die Situation gekannt, aber sie hat niemanden gestört. Und so würde es auch diesmal sein, weil jeder Spieler bei so einem Turnier das Maximum erreichen will."

Spannend könnte die Situation dadurch werden, dass Löws Assistent Hansi Flick vor der Beförderung zum Sportdirektor steht und Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff laut über seinen Abschied vom DFB nachdachte.

"Grundsätzlich weiß ich, dass Hansi und Oliver die Arbeit viel Spaß macht", sagte der Bundestrainer: "Lasst uns erst einmal die Qualifikation schaffen, dann werden wir uns in unserer Runde zusammensetzen und dann mit dem DFB. Da bedarf es sicher einiger Gespräche."

Flick, das betonte Löw nochmal, sei "ein geeigneter Sportdirektor", aber auch "ein wahnsinnig wichtiger Mitarbeiter für mich".

Nach anderen Arbeitsfeldern sieht Löw sich derzeit nicht um.

"Im Moment spüre ich keinen Drang nach etwas anderem", erklärte der 53-Jährige: "Irgendwann kann ich mir sicher noch einmal etwas anderes vorstellen, aber im Moment macht mir die Arbeit so viel Spaß, dass ich keinen Gedanken daran verwende."

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