Bundestrainer Joachim Löw kann sich seinen langjährigen Assistenten Hansi Flick als neuen Sportdirektor der Deutschen Fußball-Bundes (DFB) vorstellen, würde den 48-Jährigen aber nur ungern als Mitarbeiter verlieren.

"Wenn Hansi Flick einer der Kandidaten ist, freut es mich für ihn. Ich bin auch der Meinung, dass er das machen könnte und diese Aufgabe erfüllen würde. Ich würde ihn gerne in meinem Team behalten, aber einem Mitarbeiter, der mich in den letzten Jahren so unterstützt hat, auch keine Steine in den Weg legen", sagte Löw anlässlich der Gala 50 Jahre Bundesliga in Berlin.

Der 53-Jährige schließt aber eine Doppelfunktion für Flick, der angeblich erst nach der WM 2014 den seit dem vorzeitigen Ausscheiden von Robin Dutt Ende Mai verwaisten Posten übernehmen will, aus.

"Eine Doppelfunktion kann ich mir nicht vorstellen. Denn beide Ämter erfordern 100 Prozent Einstellung, Einsatz, Begeisterung und Intensität. Man kann diese Aufgaben nicht einfach so nebenbei bewältigen", sagte Löw. Der DFB hatte angekündigt, möglichst im Oktober den neuen Sportdirektor präsentieren zu wollen.

"Wir haben jetzt keinen akuten Handlungsbedarf und warten auf jeden Fall noch unsere Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien ab, bevor es konkrete Gespräche geben wird. Das ist erst mal unsere Priorität", sagte der Bundestrainer.

Löw verwies darauf, dass auch DFB-Präsident Wolfgang Niersbach klargestellt habe, "dass es hier aktuell keinen Zeitdruck gibt".

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