Liga-Boss Reinhard Rauball hat den DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach erneut energisch als kommenden Präsidenten der UEFA in Stellung gebracht.

"Wolfgang kann es!", sagte Rauball (66) der "Bild am Sonntag" und kündigte seine Unterstützung für den Fall an, dass UEFA-Präsident Michel Platini 2015 an die Spitze des Weltverbandes FIFA rückt: "Sollte Platini FIFA-Präsident werden, werde ich Wolfgang dringend zur Kandidatur für das Amt des UEFA-Präsidenten raten."

Niersbach habe "definitiv" die Qualitäten für einen UEFA-Präsidenten, sagte Rauball.

"Deshalb habe auch ich ihn, wie andere dies auch gemacht haben, für das Amt und die Nachfolge von Michel Platini ins Gespräch gebracht. Es gibt nicht viele Personen im europäischen Fußball, die das könnten", so Rauball weiter.

Niersbach (62) hielt sich bedeckt. "Meine Sache ist der deutsche Fußball, ich bin mit Herz und Seele DFB-Präsident. Aus dieser Funktion heraus macht mir die Arbeit auf internationaler Ebene Spaß", sagte er.

Außerdem verwies Niersbach auf viele offene Fragen: "Zieht Blatter zurück? Oder tritt Platini auch zur Wahl zum FIFA-Präsidenten an, wenn er einen Zweikampf mit Blatter führen muss? Riskiert er das? Letztlich wissen wir erst im Mai 2015, wie es bei FIFA und UEFA weitergeht."

Sowohl der UEFA-Präsident als auch der FIFA-Präsident (bisher: Joseph S. Blatter/Schweiz) werden 2015 gewählt.

Blatter (77) würde 2015 im Falle seiner Wahl in seine fünfte Amtszeit gehen. Niersbach ist seit dem UEFA-Kongress Ende Mai 2013 in London Mitglied im Exekutivkomitee.

Als UEFA-Präsident wäre Niersbach als einer der FIFA-Vize-Präsidenten automatisch auch Exko-Mitglied des Weltverbandes.

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