Der Einsatz von Bastian Schweinsteiger bei der EM-Generalprobe des DFB-Teams Donnerstag in Leipzig gegen Israel (20.30 Uhr) ist weiterhin akut gefährdet.

Wegen seiner Wadenverletzung verpasste der Mittelfeldspieler von Bayern München am Mittwoch das Abschlusstraining der DFB-Auswahl am letzten Tag ihres EM-Trainingslagers in Südfrankreich.

Stattdessen absolvierte der 27-Jährige eine Einheit auf dem Ergometer im Fitnesszelt. "Wir müssen mal abwarten, im Moment sieht es nicht so gut aus", sagte Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff kurz vor dem Abflug der DFB-Auswahl von Nizza nach Leipzig zu Schweinsteigers Gesundheitszustand.

Bundestrainer Joachim Löw hatte zuvor gesagt, dass er bis zum Spieltag abwarten und dann entscheiden wolle, ob Schweinsteiger gegen Israel spielt.

Bierhoff macht sich dennoch keine allzu großen Sorgen um den deutschen Vize-Kapitän.

Der Bayern-Profi könne aufgrund seiner Wadenprobleme derzeit zwar nicht mit der Mannschaft trainieren und bestreite seine persönliche "Mini-Vorbereitung".

Zugleich bekräftigte Bierhoff aber auch sein vollstes Vertrauen, dass Schweinsteiger rechtzeitig bis zur EM in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli) fit werde

"Sonst hätten wir uns bei der Nominierung anders verhalten", so Bierhoff weiter.

Von der "Wade der Nation" könne man diesmal nicht sprechen, stellte er klar.

Vor der WM 2006 hatte der Gesundheitszustand von Kapitän Michael Ballack ganz Deutschland in Atem gehalten. Auch er laborierte damals an Wadenproblemen.

Auch Schweinsteigers Teamkollege Philipp Lahm äußerte sich zuversichtlich: "Ich gehe davon aus, dass er zur EM fit sein wird."

Die bittere Finalpleite der Bayern in der Champions League gegen Chelsea hat der Bayern-Kapitän nach eigener Aussage weggesteckt: "Es ist so im Sport. Man kann nicht immer gewinnen."

Er und seine Münchner Mitstreiter seien hochmotiviert für das Turnier: "Wir haben große Ziele und denen gehen wir nach. Da spreche ich für alle Spieler des FC Bayern. Wir sind heiß auf das Turnier."

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