Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff hat sich nach der 3:5-Niederlage der deutschen Fußballer in der Schweiz wenig erfreut, aber auch noch wenig besorgt gezeigt.

"Gefreut hat es uns nicht, aber wir können das gut einschätzen", sagte Bierhoff am Tag nach dem Spiel: "Sorgen mache ich mir nicht, weil ich weiß, welche Qualität in der Mannschaft steckt. Wir wissen, dass wir noch viel arbeiten müssen, aber wir haben auch noch 14 Tage Zeit bis zum EM-Start."

Für die Pleite in Basel gibt es laut Bierhoff "nicht einen Grund, sondern viele. Es hat sich auch gezeigt, dass bei aller Qualität auch die Konzentration und die Leistungsbereitschaft stimmen müssen". Die zerstückelte Vorbereitung habe "sicher eine Rolle gespielt, sie soll aber keine Entschuldigung sein. Wir haben gut trainiert, und die Spieler, die auf dem Platz standen, haben alle Qualität."

Die acht am Samstag eingetroffen Bayern-Profis seien trotz des so unglücklich verlorenen Champions-League-Finale gegen den FC Chelsea guter Dinge. "Schauen Sie sich um, wirken die Bayern-Spieler down?", fragte Bierhoff beim Blick auf die am Rande des Formel-1-Rennens in Monaco gut aufgelegten Spieler: "Natürlich hängt so ein Spiel drei, vier Tage nach, aber alle freuen sich sehr auf die EM."

Rückendeckung sprach der Manager auch Torhüter Marc-Andre ter Stegen aus, der bei seinem Länderspieldebüt gleich fünf Gegentore kassiert hatte und in Monte Carlo als einziger etwas traurig umher schaute. "Es war ein schwieriges Spiel für ihn. Aber wir wissen alle, wie stark er ist und welche Qualitäten er hat", sagte Bierhoff und fürchtet kein mentales Problem beim Mönchengladbacher Schlussmann: "Er hat nach dem vierten Tor den Ball mit links über den Gegner hinweg gespielt, daran sieht man, dass er die Nerven behalten kann."

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