Frühestens kommende Woche will Joachim Löw entscheiden, auf welcher Position Philipp Lahm in der Viererabwehrkette der deutschen Nationalmannschaft bei der EM in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli) spielen wird.

"Ich werde mit ihm noch einmal sprechen, und dann werden wir sehen, was das Beste für die Mannschaft ist", sagte der Bundestrainer am Freitag im Trainingslager der DFB-Auswahl in Südfrankreich.

DFB-Kapitän Lahm kann sowohl links als auch rechts eingesetzt werden. Seine Position hat möglicherweise aber maßgeblichen Einfluss auf die Besetzung des 23-köpfigen EM-Kaders, den Löw am 29. Mai bei der UEFA benennen muss.

Sollte der 28-Jährige wie bei seinem Klub Bayern München auf der rechten Seite spielen, würden die Aktien des Dortmunders Marcel Schmelzer steigen, der sich dann bei der EM sogar Chancen auf einen Platz in der Startelf ausrechnen kann.

Würde Lahm auf der linken Außenbahn eingesetzt, hätten sowohl der Schalker Benedikt Höwedes als auch Lahms Vereinskollege Jerome Boateng als Alternativen für rechts bessere Karten.

Auch der gelernte Mittelfeldspieler Sven Bender von Doublegewinner Borussia Dortmund, der als Streichkandidat gehandelt wird, wurde von Löw als Alternative für diese Position genannt. Schmelzer wäre dann lediglich Absicherung für Lahm auf links vorgesehen.

Der BVB-Verteidiger wird am Samstag im Länderspiel gegen die Schweiz in Basel (18 Uhr) noch einmal auf links getestet und Höwedes auf rechts. Das kündigte Löw frühzeitig an.

Die Bayern-Profis, die erst am Samstagabend im DFB-Quartier an der Cote d'Azur eintreffen, spielen gegen die Eidgenossen nicht.

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