Bundestrainer Joachim Löw will trotz der Diskussionen über die Menschenrechtslage in der Ukraine ohne Vorurteile mit der Nationalmannschaft ins Land des Co-Gastgebers der EM-Endrunde reisen.

"Wir werden die Spieler generell über die Verhältnisse aufklären. Die Spieler können sich äußern, wenn sie wollen", sagte Löw am Freitag im deutschen EM-Trainingslager:

"Wir wollen aber ohne Vorbehalte dorthin gehen und den Menschen herzlich begegnen."

Mit Blick auf das erste EM-Spiel am 9. Juni in Lwiw gegen Portugal betonte der Bundestrainer erneut, dass die Mannschaft "den Fokus ganz klar auf das Sportliche" legen solle: "Dass wir für die Menschenrechte einstehen, ist doch ohnehin klar."

Kapitän Philipp Lahm hatte vor wenigen Wochen im Zuge der Diskussion um die inhaftierte und kranke Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko sowie anderer politischer Gefangener an UEFA-Präsident Michel Platini appelliert, sich zur Frage der Menschenrechte in der Ukraine zu äußern.

Daraufhin hatte Platini den Profi von Bayern München kritisiert.

Weiterlesen