Bundestrainer Joachim Löw hat trotz der bitteren Niederlage von Bayern München im Finale der Champions League gegen den FC Chelsea keine Zweifel an der Leistungsfähigkeit der acht Münchner Profis bei der EM-Endrunde (8. Juni bis 1. Juli).

"Die Bayern-Spieler brauchen ein paar Tage, dann werden sie ein neues Ziel vor Augen haben. Sie werden ihre Rolle einnehmen, sie können den Schalter umlegen - das haben sie schon oft bewiesen", sagte Löw dem "ZDF".

Der Bundestrainer macht sich auch um Bastian Schweinsteiger, der nach seinem verschossenen Elfmeter noch am Sonntagmorgen paralysiert wirkte, keine großen Sorgen.

"Er ist zu einer Persönlichkeit gereift. Er wird sich wieder seiner Fähigkeiten erinnern. Wir brauchen ihn, er ist ein Führungsspieler, und er wird diese Anforderung erfüllen", sagte Löw, den die Niederlage der Bayern auch persönlich mitgenommen hat: "Es ist mir nahegegangen. Ich konnte schlecht einschlafen. Der Stachel saß auch bei uns tief."

Löw will am Montag Kontakt mit "dem ein oder anderen Spieler" aus München aufnehmen und dann entscheiden, ob die Bayern-Profis sogar noch später als ohnehin schon geplant zur Nationalmannschaft stoßen werden.

"Wenn ich das Gefühl habe, dass der ein oder andere Spieler eine längere Pause braucht, dann wird er sie bekommen. Es macht keinen Sinn, die Spieler möglichst schnell integrieren zu wollen", sagte der Trainer auf dem Portal des DFB.

Die Bayern-Spieler sollten nach dem umstrittenen Spiel mit ihrem Klub am Dienstag gegen die Niederlande am Freitag ins Trainingslager nach Südfrankreich reisen.

Schon jetzt steht fest, dass kaum ein Münchner Spieler am Länderspiel am Samstag in der Schweiz (18 Uhr) teilnehmen wird.

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