Nationalspieler Sami Khedira ist den Spott seiner spanischen Mannschaftskollegen bei Real Madrid leid und will auch deshalb den EM-Pokal nach Deutschland holen.

"Die Spanier sind absolut heiß darauf, den EM-Titel zu verteidigen. Aber Deutschland wird nun zurückschlagen", sagte er der "Sport-Bild":

"Natürlich würde ich gerne nach dem Urlaub bei Real nicht schon wieder monatelang solche Sprüche hören. Die vergangenen zwei Jahre waren hart für Mesut (Özil, d. Red.) und mich. Dieses Mal werden Mesut und ich den Portugiesen und Spaniern was erzählen."

Der 25-Jährige ist sich zudem sicher, dass er sich im Dreikampf mit den Bayern-Profis Bastian Schweinsteiger und Toni Kroos im Kampf um zwei Plätze im defensiven Mittelfeld durchsetzen wird.

"Ich sitze bei der EM nicht auf der Bank", sagte er bestimmt: "Ich bin Stammspieler bei Real Madrid - dieses Selbstvertrauen lebe ich."

Nach zwei zufriedenstellenden Jahren und dem Gewinn der spanischen Meisterschaft in der soeben abgelaufenen Saison sieht Khedira "keinen Grund, Real zu verlassen. Kein Verein, der irgendwo genannt worden ist, hat meinen Berater oder mich gesprochen. Ich möchte in Madrid weiter Fußball spielen."

Zudem geht der frühere Stuttgarter davon aus, dass auch sein Trainer Jose Mourinho den Verein nicht verlassen wird: "Ich denke, dass er bei Real bleibt. Das wünsche ich mir."

Die Beziehung zwischen dem exzentrischen Startrainer und dem deutschen Star ist sehr eng, ihr erstes Treffen 2010 bezeichnete Khedira als "das Beeindruckendste, was ich bisher erlebte".

"Ziemlich geschockt" zeigte er sich derweil von der Diskussion nach seinem erotischen Foto mit Freundin Lena Gercke in einer Zeitschrift. Das Foto hatte vor allem in Tunesien, dem Heimatland seiner Eltern, für Aufsehen gesorgt.

"Es war überhaupt keine Absicht von mir, jemanden in seinem Glauben zu treffen", versicherte Khedira: "Dafür respektiere ich den Glauben viel zu sehr, ich glaube an Gott." Auch der "Aufschrei in Madrid war ebenso riesig. Die Diskussion hat einfach kein Ende genommen."

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