Für den ehemaligen englischen Torjäger Gary Lineker ist Titelverteidiger Spanien bei der EM in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli) der Topfavorit, aber auch der deutschen Nationalmannschaft traut der 51-Jährige viel zu.

"An Spanien wird wohl kein Weg vorbei führen. Die Spanier spielen einen Fußball, bei dem man bei jeder Partie weiß, dass sie 70 Prozent Ballbesitz haben werden. Ich habe nie zuvor ein Team so spielen sehen. Auch Deutschland hat zahlreiche starke Spieler und gehört wieder ganz oben dazu", sagte der WM-Torschützenkönig von 1986 in Mexiko "fifa.com".

England gehört für Gary Lineker dagegen nicht zum Kreis der Titelanwärter. "Ich denke, dass wir unsere Erwartungen dieses Mal nicht allzu hoch ansetzen sollten. Es dürfte sehr schwer werden. Im Angriff haben wir nicht allzu viel zu bieten, und in den ersten zwei Spielen haben wir noch nicht mal Rooney", sagte Lineker.

Manchester Uniteds Star Wayne Rooney ist wegen einer Roten Karte im letzten Qualifikationsspiel gegen Montenegro für zwei EM-Spiele gesperrt.

Nur wenn die "Three Lions" taktisch klug spielten, sei etwas zu erreichen: "Wir können nicht zu offensiv spielen, dann werden wir geschlagen. Die Teams sind clever und technisch sehr stark. Wir wissen, dass wir technisch nicht ganz so effizient sind wie einige andere Mannschaften beim Turnier."

"Wenn wir Chancen haben wollen, müssen wir sehr schlau und aufgeweckt spielen", sagte Lineker, der einst auch mit seiner Philosophie in Deutschland Berühmtheit erlangte. Er sagte damals: "Fußball ist ein Spiel, bei dem 22 Spieler hinter dem Ball herjagen - und am Ende gewinnt immer Deutschland."

Weiterlesen