Joachim Löw wird am kommenden Freitag (11. Mai) nicht gemeinsam mit der deutschen Nationalmannschaft von Frankfurt/Main aus ins Regenerations-Trainingslager nach Sardinien fliegen.

Der Bundestrainer verfolgt zunächst am 12. Mai das DFB-Pokalfinale in Berlin zwischen Bayern München und dem deutsche Meister Borussia Dortmund, ehe er dann ins DFB-Quartier Hotel Romazzino an die Costa Smeralda nachreist.

Beim Pokalendspiel kann Löw rund ein Dutzend Nationalspieler beobachten, von denen die Münchner Profis den ersten Teil der EM-Vorbereitung wegen ihrer Teilnahme am Champions-League-Finale am 19. Mai gegen den FC Chelsea komplett verpassen.

Am kommenden Montag gibt Löw im badischen Rastatt (12.30 Uhr) sein EM-Aufgebot bekannt. Es gilt als sicher, dass der 52-Jährige wegen der vielen Ausfälle für die Vorbereitungsphase mehr als 23 Spieler nominiert.

Möglicherweise legt Löw sich aber schon auf seine 23-EM-Spieler fest und füllt den Kader für die erste Hälfte der Vorbereitung mit U-21-Spielern auf.

Löws Assistent Hansi Flick kündigte im Fachmagazin "kicker" "Härtefälle" bei der Nominierung an. Dies könnte zum einen die Position des dritten Torhüters betreffen, für die Ron-Robert Zieler von Hannover 96 der Favorit ist.

Aber auch der Gladbacher Marc-Andre ter Stegen und Bernd Leno waren zuletzt immer wieder von Bundestorwarttrainer Andreas Köpke ins Gespräch gebracht worden.

Zudem ist unklar, ob Torjäger Miroslav Klose von Lazio Rom (Muskelriss im Oberschenkel) und Abwehrspieler Per Mertesacker vom FC Arsenal (Fuß-OP) Chancen auf eine rechtzeitige Genesung bis zum EM-Start in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli) haben.

Rätselraten gibt es auch um die Besetzung des Angriffs, für den ein gesunder Klose ebenso gesetzt ist wie der Münchner Torjäger Mario Gomez. Weitere Kandidaten für den Sturm sind der Stuttgarter Cacau, der Wolfsburger Patrick Helmes und Mike Hanke von Borussia Mönchengladbach.

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