Gegen Kamerun kann Joachim Löw aufgrund von Verletzungen noch nicht seine Wunschelf aufbieten - dafür aber die Wackelkandidaten.

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Vom DFB-Team berichten Thorsten Mesch, Jochen Stutzky und Onur Özdamar

St. Martin/München - Am Samstagmittag landete die deutsche Nationalmannschaft auf dem Düsseldorfer Flughafen.

Im Charterflieger aus Bozen saßen 24 der 26 Spieler, die sich in Südtirol auf die WM vorbereitet hatten.

Manuel Neuer war aus dem Trainingslager direkt nach München gereist, um sich dort an der Schulter behandeln zu lassen.

Auch Philipp Lahm wird sich bis zum Tag vor dem letzten Testspiel gegen Armenien (6. Juni) in München fit machen. Bundestrainer Joachim Löw ist guter Dinge, dass beide es bis zur WM schaffen. Löw kündigte sogar Neuers Comeback für die Partie gegen Armenien an.

Doch im Test gegen Kamerun am Sonntag (ab 20 Uhr im LIVE-TICKER), der als Simulation für das zweite WM-Gruppenspiel gegen Ghana dienen soll, muss Löw auf die beiden Leistungsträger verzichten.

Und auch hinter Bastian Schweinsteiger steht noch ein Fragezeichen.

Schweinsteiger und Schmelzer bereit

Der Mittelfeldspieler, der in Südtirol wegen Knieproblemen erst spät ins Mannschaftstraining eingestiegen war, sei "auf jeden Fall einsatzfähig", erklärte Löw am Freitag. "Wir werden morgen versuchen, ihn an Zweikämpfe heranzuführen."

Auch Marcel Schmelzer ist nach Löws Aussage grundsätzlich einsatzbereit. Ob und wie lange beide spielen werden, ist offen ( 895607 DIASHOW: Das DFB-Team in Südtirol ).

Klar ist: Der Bundestrainer kann die Mannschaft nicht in seiner Wunschformation auf den Platz schicken. Löw testet seine Alternativen, er wird seine Wackelkandidaten unter die Lupe nehmen.

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Wer spielt neben Khedira?

Neben Sami Khedira wird entweder Toni Kroos als Schweinsteiger-Ersatz spielen oder Christoph Kramer.

Kroos hat diese Rolle bereits ausgefüllt, fühlt sich aber offensiv wohler (SPORT1-SHOP: Jetzt Fan-Artikel des DFB-Teams kaufen).

Der Gladbacher Kramer war die große Überraschung in Löws vorläufigem Kader.

Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Lars Bender und starken Leistungen im Trainingslager hat der 23-Jährige sehr gute Chancen, auch im endgültigen Aufgebot zu stehen.

Die voraussichtliche Elf gegen Kamerun:

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Heimspiel für das Laufwunder

Vor heimischem Publikum will das Laufwunder Löw endgültig von sich überzeugen.

Roman Weidenfeller wird im Tor stehen, das hatte der Bundestrainer schon am Freitag auf der letzten Pressekonferenz in Südtirol verraten.

Khedira, der nach verheiltem Kreuzbandriss im Champions-League-Finale gegen Atletico Madrid rund eine Stunde für Real Madrid auf dem Platz stand, wird wohl in der Startelf stehen.

Der Dortmunder Linksverteidiger Erik Durm, einziger Spieler im aktuellen Kader ohne Länderspiel, wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sein Debüt im DFB-Team geben.

Die Wunschelf:

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Offen ist, wer auf der rechten Abwehrseite Lahm ersetzen wird. Kandidaten sind der Dortmunder Kevin Großkreutz oder der Schalker Benedikt Höwedes.

Ginter zur Probe rechts

Im Spiel gegen die U-20-Auswahl von Trainer Frank Wormuth (8:0) probierte Löw auch den Freiburger Innenverteidiger Matthias Ginter für 40 Minuten auf dieser Position aus.

Der Bundestrainer hat angekündigt, dass er das Kontingent von sechs Wechseln voll ausschöpfen werde. Und so können auch Shkodran Mustafi und Julian Draxler auf einen Einsatz hoffen.

Der Abwehrspieler von Sampdoria Genua und der Schalker Offensivmann gehören zum engeren Kreis der Streichkandidaten.

Im Sturm wird Löw genau hinschauen, wie gut Miroslav Klose in Form ist und ob Kevin Volland an seine starken Leistungen in der Bundesliga anknüpfen kann.

Am Montag muss der Bundestrainer seinen endgültigen Kader für die WM benennen. Nur noch 23 der 26 Spieler, die im Trainingslager in Südtirol dabei waren, werden mit nach Brasilien reisen.

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